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Hermann Serient* (Melk 1935 - 2026 Oberwart) Der Alchemiemeister, 2009 Eitempera/Holz 20 x 20 cm signiert Serient verso beschriftet Der Alchemiemeister 2009 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 1400 - 2400 STARTPREIS / STARTING PRICE € 1400 Hermann Serient ist ein österreichischer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, der in Wien und im Südburgenland lebt und arbeitet. Geboren 1935 in Melk, absolvierte er eine Goldschmiedelehre und Juwelierfachschule, bevor er in den 1960er Jahren als Künstler, Karikaturist der Wiener Arbeiterzeitung und Jazzmusiker durch Europa reiste – oft per Autostopp. Er experimentierte mit selbstgemachten Instrumenten, fotografierte und produzierte Trickfilme für den ORF. Ab den 1970er Jahren thematisierte er als Vorläufer der Grünbewegung gesellschaftliche und umweltpolitische Inhalte wie Umweltzerstörung und kollektive Verleugnung. In altmeisterlicher Technik, ähnlich den Vertretern des Phantastischen Realismus und der Wiener Schule – Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter – sowie mit Einflüssen von Hieronymus Bosch und Pieter Breughel, schuf er Werke mit grotesken, rätselhaften, märchenhaften und mystischen Elementen, die dem Surrealismus nahestehen. Seine Motive bleiben stets gegenwartsbezogen, mit scharfer Gesellschaftskritik. Serient malt unberührte Landschaften des Südburgenlands, fängt Lichtsituationen, Tages- und Jahreszeiten in farbintensiven Stimmungen ein. Die Leuchtkraft entsteht durch handgemischte Pigmente in Ölfarben und Eitempera (Tempera), oft in Grafik, Druck und Monotypie. Zentrale Zyklen sind der Heanzenzyklus mit bäuerlichen Traditionen, Votivbilder, „Das Irrsein hat schon begonnen“, „Ikonen des 20. Jahrhunderts“ und „Masken und Maskierte“. Ausstellungen fanden 2005 und 2015 in der Burgenländischen Landesgalerie in Eisenstadt statt. Sein Werk verbindet Moderne mit archaischen Formen und steht in der Tradition von Franz Ringel, Friedensreich Hundertwasser, Albert Paris Gütersloh, Edgar Jené, Xenia Hausner, Anton Lehmden, Franz Radziwill. Serients Votivbilder und Landschaftszyklen wie „Freilichtatelier Südburgenland“ kritisieren Technologisierung und mahnen zur Verantwortung für die Zukunft.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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