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Widder Auktionen

382 - Carry Hauser* (Wien 1895 - 1985 Rekawinkel)

Precio de salida

1.600 €

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Estimacion

1600 - 3.000 €

Honorarios de venta

28 %

Carry Hauser* (Wien 1895 - 1985 Rekawinkel) Evangelist Lukas, um 1942 Tempera/Papier 198 x 63,4 cm monogrammiert CH, bezeichnet Sanct Lucas Patron der Maler Entwurf für ein Glasfenster abgebildet in Cabuk, Werkverzeichnis Carry Hauser, 2018, S. 422, Nr. 1942 Z4 sowie in Widder, Hauser, 2018, S. 97, Nr. 283 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 1600 - 3000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 1600 Carry Hauser war ein österreichischer Maler, Bühnenbildner, Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, dessen vielseitiges Schaffen Malerei, Grafik, Literatur und kulturpolitisches Engagement umfasste. Er zählt zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten der Zwischenkriegszeit und war eine prägende Figur der österreichischen Moderne. Er erhielt seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Wien, wo er bei Alfred Roller, Oskar Strnad, Anton von Kenner und Adolf Michael Boehm studierte – Lehrern, die ihn sowohl mit der Wiener Werkstätte als auch mit den ästhetischen Idealen einer modernen, stilistisch klaren Formensprache vertraut machten. 1914 zog Hauser als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg, kehrte jedoch tief erschüttert zurück und entwickelte sich fortan zu einem entschiedenen Pazifisten. Der Schriftsteller Franz Theodor Csokor wurde zu einem engen Freund, der Kunstkritiker Arthur Roessler förderte ihn entscheidend in seinen frühen Jahren. Hauser war Mitglied der Künstlergruppe Freie Bewegung und gehörte von 1925 bis 1938 dem Hagenbund an – einem der progressivsten Kunstverbände des österreichischen Zwischenkriegszeitraums. Zeitweise lebte er in Passau, wo er mit Georg Philipp Wörlen, Reinhard Hilker, Fritz Fuhrken und Franz Bronstert die expressionistisch geprägte Künstlergemeinschaft Der Fels bildete. Er war seit 1922 mit der Altphilologin Gertrude Herzog-Hauser verheiratet, die sein literarisches Denken maßgeblich beeinflusste. Während des Zweiten Weltkriegs lebte er im Exil in der Schweiz, während seine Frau und sein Sohn in die Niederlande flohen. Nach Kriegsende kehrte Hauser nach Wien zurück und engagierte sich aktiv im kulturellen Wiederaufbau. Als Generalsekretär und später Vizepräsident des Österreichischen P.E.N.-Clubs setzte er sich für Exilkünstler, Schriftsteller und das geistige Erbe der freien Künste ein, später wurde er Ehrenpräsident des Neuen Hagenbundes. Stilistisch entwickelte sich Hauser von einer klassischen, akademischen Ausbildung über eine expressionistische Phase hin zur Neuen Sachlichkeit, wobei seine Werke stets eine erzählerische Bildsprache, Symbolkraft und moralische Haltung aufweisen. Themen wie Liebe, Tod, Eros, religiöse Visionen und das Menschliche in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche prägen sein Werk. In der Porträtkunst der 1920er Jahre fand er zu einer prägnanten, psychologisch aufgeladenen Form der Darstellung, in der Einflüsse von George Grosz, Otto Dix und Ludwig Meidner spürbar sind – Künstler, die, ähnlich wie Hauser, Zeitkritik und Empathie in einer eigenständigen Wirklichkeit vereinten. Zu den Institutionen, mit denen sein Name eng verbunden ist, zählen die Wiener Kunstgewerbeschule, die Albertina, das Belvedere und die Berufsvereinigung Bildender Künstler. Sein Werk ist zugleich Teil der österreichischen Graphik der Zwischenkriegszeit und der Exilkunst, die in der Emigration eine Stimme gegen Unrecht und geistige Enge behielt. Ab Mitte der 1960er Jahre unternahm Hauser mehrere Reisen nach Afrika, deren Eindrücke in einer Reihe von Werken mit afrikanischen Motiven Niederschlag fanden. Carry Hauser steht heute exemplarisch für den europäischen Künstler-intellektuellen des 20. Jahrhunderts – geprägt von Kriegserfahrung, humanistischem Denken und dem unerschütterlichen Glauben an die moralische und soziale Kraft der Kunst.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

Subasta

Masterpieces
jueves, 26 de noviembre
03:00 p. m.
Johannesgasse 9-13
1010 Vienna, Austria

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