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Gerhild Diesner* (Innsbruck 1915 - 1995 Innsbruck) Stillleben, 1958 Öl/Leinwand 70 x 70 cm signiert Diesner, datiert 58 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 10000 - 16000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 10000 Gerhild Diesner belegte von 1932 bis 1935 in Innsbruck einen Aktkurs bei Prof. Comploj und besuchte parallel dazu einen Textilkurs an einer Fachschule. Ab 1930 verbrachte sie alljährlich die Sommermonate in England und übersiedelte von 1935 bis 1937 nach London. Dort besuchte sie die Chelsea Art School und die School of Art in Brighton. Diese frühen Aufenthalte eröffneten ihr den Zugang zu einer internationalen Moderne, deren Impulse sie später zu einer eigenständigen, farbintensiven Malerei weiterentwickelte. 1937 zog sie nach München und studierte an der dortigen Akademie für angewandte Kunst in der Abteilung für Gebrauchsgraphik. 1943 erfolgte die Übersiedlung nach Paris und die Aufnahme des Studiums an der Académie André Lhote sowie an der École de la Grande Chaumière. Lhotes Verbindung von kubistischer Bildordnung, Figuration und klassischer Komposition gab ihr wichtige technische und formale Anregungen. Zugleich entwickelte Diesner ihre Vorliebe für eine expressive, leuchtende Farbigkeit, die sie in den Zusammenhang von Fauvismus und Expressionismus stellt. Bezugspunkte bilden dabei insbesondere Henri Matisse, Paul Gauguin und Vincent van Gogh, deren Malerei Farbe als eigenständigen Träger von Stimmung, Raum und innerem Ausdruck verstand. Ein Jahr später kehrte die Künstlerin nach Innsbruck zurück. 1945 wurden in München viele von Diesners dort verwahrten Pariser Arbeiten von Besatzungssoldaten zerstört. Dennoch setzte sie ihre künstlerische Entwicklung konsequent fort und fand zu einer unverwechselbaren, von Landschaft, Blumenstillleben und südlichen Reiseeindrücken geprägten Bildsprache. In der österreichischen Nachkriegsmalerei lassen sich ihre Arbeiten mit der farblich verdichteten, zugleich gegenständlich bleibenden Malerei von Werner Scholz und Walter Honeder in Beziehung setzen. 1948 erhielt Gerhild Diesner den Förderungspreis der Tiroler Landesregierung anlässlich der Ausstellung „Tiroler Kunst“. In den Jahren von 1955 bis 1975 folgten zahlreiche Studienaufenthalte in England, Portugal und Italien, deren Landschaften und Lichtverhältnisse ihre Palette weiter bereicherten. 1959 wurde ihr der Förderungspreis für Malerei der Landeshauptstadt Innsbruck verliehen, 1975 der Professortitel und 1995 der Kunstpreis des Landes Tirol.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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