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Maria Hiller-Foell (Odessa 1880 - 1943 Stuttgart) Blumenstillleben Öl/Leinwand 67 x 55 cm signiert M. Foell SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 2000 - 3000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 2000 Die deutsche Malerin Marusja Foell entstammte einer deutschstämmigen Familie in Odessa. Noch in ihrer Kindheit übersiedelte die Familie über München nach Stuttgart. Dort studierte Foell ab 1905 an der Königlich Württembergischen Akademie der Bildenden Künste, zunächst bei Gustav Igler. 1906 nahm sie an Adolf Hölzels erster Jahresexkursion nach Pfullingen teil und wechselte 1910 in dessen Damenklasse, in der sie bis 1913 Meisterschülerin wurde. Im Umfeld Hölzels, zu dem auch Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Willi Baumeister gehörten, fiel sie mit mutigen Figurenkompositionen auf. 1913 trat Foell dem Württembergischen Malerinnenverein bei. Nach Abschluss ihres Studiums erhielt sie 1914 gemeinsam mit Luise Deicher als erste Künstlerin die Silbermedaille der Akademie. Als freischaffende Künstlerin wurde sie 1923 durch den Ankauf eines ihrer Werke durch die Stadt Karlsruhe gewürdigt – als erstes Werk einer Künstlerin in deren Sammlung. Im selben Jahr heiratete sie den Maler und Architekten Theodor Hiller. Hiller-Foells Gemälde verbinden die Farb- und Formenschule Adolf Hölzels mit Einflüssen des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Hölzels Farbenlehre – in ihrem Ansatz vergleichbar mit späteren Überlegungen Johannes Ittens – weckte zudem ihr Interesse am Glas. Zwischen 1920 und 1932 erhielt sie bedeutende öffentliche Aufträge für Glasfenster und Wandgemälde in Kirchen. Zugleich war sie Gründungsmitglied der „Juryfreien Künstlervereinigung Stuttgart“. Ab 1933 blieben öffentliche Aufträge aus. Die Nationalsozialisten diffamierten ihre Kunst als „entartet“; 1937 wurden die Werke Russische Braut im Stadtmuseum Ulm und Frau Spinne aus der Städtischen Gemäldegalerie Worms beschlagnahmt.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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