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Herbert Gurschner* (Innsbruck 1901 - 1975 London) Berghof, 1929 Öl/Leinwand 49,2 x 59,8 cm signiert H. Gurschner, datiert 1929 beschriftet Tirol abgebildet in Widder, Herbert Gurschner, 2000, S. 75 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 16000 - 30000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 16000 Herbert Gurschner war ein österreichischer Maler, Grafiker und Bühnenbildner des 20. Jahrhunderts, dessen Werk vor allem in der Zwischenkriegszeit entstand. Er zählt zu den bedeutenden Vertretern der Tiroler Moderne, gemeinsam mit Künstlern wie Artur Nikodem, Ernst Nepo, Wilhelm Nicolaus Prachensky und Hans Tyrol-Weber. Stilistisch bewegt sich Gurschners Schaffen zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit, wobei in seinem Werk sowohl emotionale Ausdruckskraft als auch klare Formstrukturen eine zentrale Rolle spielen. Als Neffe der Bildhauer Emil und Gustav Gurschner wurde er früh mit der Kunst vertraut. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Innsbruck und setzte seine Ausbildung zwischen 1918 und 1920 an der Akademie der bildenden Künste in München fort. Um 1920 lebte Gurschner in Mühlau bei Innsbruck und beteiligte sich am sogenannten „Mühlauer Kreis“, einer Künstlergemeinschaft um Alfons Schnegg, Rudolf Lehnert und Ernst Nepo. In den frühen 1920er Jahren entstanden zahlreiche Landschaften und Stadtansichten, inspiriert von Reisen durch Tirol, Salzburg und Italien. 1924 heiratete Gurschner die englische Adelige Dolores Cherwadsky-Damarkow und gewann durch sie Zugang zu Londoner Künstler- und Sammlerkreisen. 1929 stellte er erstmals in der renommierten Fine Art Society in London aus und knüpfte Kontakte zu Vertretern aus Adel, Diplomatie und Wirtschaft. In späteren Jahren folgten weitere Ausstellungen in London und New York. Nach seiner ersten Ehe verband ihn eine zweite mit Brenda Davidoff. Neben Landschaften und Porträts schuf er auch eindrucksvolle Aktdarstellungen, die durch die Synthese von Formbewusstsein und psychologischer Tiefe bestechen. In seinem Schaffen lassen sich vielfältige Einflüsse erkennen, die von Künstlern wie Giorgio de Chirico, Lovis Corinth, Franz Defregger, Helene Funke, Alfred Kubin, Franz Marc, Alfons Mucha, Sergius Pauser und Paul Klee bis hin zu Wassily Kandinsky reichen. Auch Parallelen zu Zeitgenossen der Tiroler Moderne wie Ernst Nepo, Wilhelm Nicolaus Prachensky, Leo Sebastian Huemer, Rudolf Lehnert, Franz Santifaller, Hans André, Janosch, Hans Dressler, Edgar Jené und Edmund Kalb sind spürbar. Durch diese Verbindungen nimmt Herbert Gurschner eine eigenständige Stellung zwischen österreichischer Avantgarde, Tiroler Tradition und internationaler Moderne ein.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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