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Oskar Gawell (Chawlodno 1888 - 1955 Wien) Im Café, um 1930 Mischtechnik/Papier 46 x 67 cm signiert O. Gawell SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 600 - 800 STARTPREIS / STARTING PRICE € 600 Der deutsch-österreichische Maler Oskar Gawell (1888 Chawłodno bei Gollanz/Gollantsch, Provinz Posen – 1955 Wien) widmete sich vor allem der Genremalerei und Landschaftsmalerei, in der er Motive mit Seen, Booten und Häusern in einer ausdrucksstarken, farbintensiven Weise festhielt. Von 1909 bis 1912 studierte er an den Kunstakademien in Breslau und Weimar, pflegte engen Kontakt zu den Künstlern der Brücke und war 1913/14 in Berlin Schüler von Lovis Corinth. Bei der ersten Ausstellung der Freien Secession Berlin 1914 zeigte er Werke neben Max Oppenheimer, Max Pechstein und Pablo Picasso; ab 1924 unternahm er ausgedehnte Studienreisen nach Litauen, Russland, Rumänien, Polen, Finnland, Holland, Italien, Spanien, Nordafrika, Belgien, Positano (1926), Algier und Finnland (1929), den Masuren (1931) sowie wiederholt in die Künstlerkolonie Nidden an der Kurischen Nehrung. 1926 erhielt Gawell den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg und stellte 1927 mit Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Zwickau aus; befreundet war er unter anderem mit Marc Chagall und Oskar Kokoschka. 1935 folgte eine Ausstellung in der Galerie Nierendorf mit Grete Csaky-Copony; von 1928 bis 1933 lehrte er an der Staatlichen Kunstschule Berlin, verlor den Lehrstuhl jedoch durch nationalsozialistische Kulturpolitik. Ab 1937 hielt er sich verstärkt in Wien auf, erhielt 1947 die österreichische Staatsbürgerschaft und 1949 den Professorentitel; er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, der Berliner Secession und der Wiener Secession. Gawells Stil vereint expressionistische Dynamik der Brücke mit der malerischen Kraft von Corinth und Kokoschka, resultierend in lebendigen Landschaftsmalereien und genremäßigen Szenen, die europäische Moderne und persönliche Reisespuren verbinden.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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