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Franz von Zülow* (Wien 1883 - 1963 Wien) Grinzing, 1941 Mischtechnik/Papier 43 x 55,5 cm signiert Franz v. Zülow, datiert 1941 beschriftet Grinzing SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 1000 - 2000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 1000 Franz von Zülow (1883–1963) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Designer der Wiener Moderne und Klassischen Moderne. Von 1903 bis 1906 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Felician Myrbach und Carl Otto Czeschka und entwickelte 1907 seine charakteristische Papierschnitt-Schablonentechnik. Bereits 1908 nahm er an der von Gustav Klimt und Josef Hoffmann organisierten Kunstschau teil und entwarf für Hoffmann Tapetenmuster für das Palais Stoclet in Brüssel. Als Mitarbeiter der Wiener Werkstätte schuf er Illustrationen, Plakate, Kinderbücher, Tapeten-, Stoff- und Teppichentwürfe und bewegte sich damit im unmittelbaren Umfeld von Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Koloman Moser. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich verstärkt der Malerei zu; Landschaften, bäuerliche Szenen, Stillleben, Porträts und phantastische Bildwelten wurden zu wichtigen Themen seines vielseitigen Œuvres. Ab den 1920er Jahren lebte Zülow zwischen Wien und Oberösterreich und gehörte zur Zinkenbacher Malerkolonie am Wolfgangsee. Zülows Werk verbindet die ornamentale Flächigkeit des Jugendstils mit Elementen von Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und österreichischer Volkskunst. Sein künstlerisches Umfeld reicht von Klimt, Hoffmann und Kolo Moser bis zu Egon Schiele und Anton Faistauer; Schiele setzte sich 1918 sogar für Zülows Aufnahme in den neu gegründeten „Sonderbund österreichischer Künstler“ ein. In der Zinkenbacher Malerkolonie arbeitete Zülow unter anderem im Kreis von Ferdinand Kitt, Josef Dobrowsky, Ernst Huber, Georg Merkel, Louise Merkel-Romée und Sergius Pauser, mit denen ihn insbesondere das Interesse an Landschaft und figurativer Malerei verband. Nach dem Malverbot während der NS-Zeit nahm Zülow seine künstlerische Tätigkeit nach 1945 wieder auf, lehrte ab 1949 an der Kunstgewerbeschule in Linz und wurde 1955 Präsident der Mühlviertler Künstlergilde. Sein Œuvre steht damit exemplarisch für die Verbindung von Wiener Werkstätte, Jugendstil, moderner Grafik und österreichischer Landschaftsmalerei.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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