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Margret Bilger* (Graz 1904 - 1971 Schärding) Blumenstillleben, 1961 Pastell/Papier 62 x 46 cm signiert Margret Bilger, datiert 1961 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 600 - 1000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 600 Margret Bilger (1904–1971) war eine österreichische Grafikerin, Malerin und Glasmalerin und zählt zu den eigenständigsten Vertreterinnen der österreichischen Moderne. Nach Studien in Graz und Stuttgart setzte sie ihre Ausbildung 1925–1929 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Berthold Löffler, Rudolf von Larisch und Reinhold Klaus fort, wo sie sich neben der Grafik früh mit Glasmalerei beschäftigte. 1928 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für ihre Gesamtleistung. Nach persönlichen Krisen zog sie sich in den späten 1930er Jahren nach Taufkirchen an der Pram zurück und entwickelte dort ihre charakteristische Technik der „Holzrisse“, eine eigenständige Form des Holzschnitts zwischen Zeichnung, Druckgrafik und expressiver Flächenkunst. 1938 lernte sie Alfred Kubin kennen, der zu einem wichtigen Freund, Ratgeber und Förderer wurde und maßgeblich zur Anerkennung ihrer Arbeiten beitrug. Der Durchbruch erfolgte nach 1945 mit Ausstellungen in der Albertina und einem Vertrag mit dem Kunsthändler Wolfgang Gurlitt. Ab 1950 wurde die Glasmalerei im Stift Schlierbach zu einem zweiten Schwerpunkt ihres Schaffens; 1952 vertrat sie Österreich auf der Biennale von Venedig. Bilgers Werk verbindet Expressionismus, religiöse Bildwelten, Landschaft, Märchen und Volkskunst mit einer stark reduzierten, linearen und zugleich poetischen Formensprache. Zu den wichtigen künstlerischen Bezugspunkten ihrer Entwicklung gehören Alfred Kubin, Paula Modersohn-Becker und Adalbert Stifter; insbesondere Modersohn-Beckers Werk beeindruckte Bilger während ihrer Deutschlandreise 1936, während Stifters Literatur wiederholt zum Ausgangspunkt ihrer Holzrisse wurde. Auch ihr späterer Ehemann Hans Joachim Breustedt, ein vom Bauhaus kommender Maler, gehört zu ihrem kunsthistorischen Umfeld. Bilgers Holzrisse und Glasfenster stehen damit zwischen österreichischem Expressionismus, moderner Druckgrafik und religiöser Kunst und verbinden die Einflüsse von Wiener Kunstgewerbeschule, Bauhaus und mitteleuropäischer Moderne zu einer unverwechselbaren Bildsprache. Ihre Arbeiten befinden sich heute unter anderem in der Albertina, im Lentos Kunstmuseum Linz und im Rupertinum Salzburg.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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