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Georg Mayer-Marton* (Raab 1897 - 1960 Liverpool) Hafen von Neapel, 1933 Aquarell/Papier 36,5 x 49,5 cm SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 800 - 1600 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 800 Georg Mayer-Marton war ein österreichisch-britischer Maler des 20. Jahrhunderts, der im Wien der Zwischenkriegszeit ausgesprochen erfolgreich war. Mayer-Marton studierte von 1919 bis 1922 an der Wiener Akademie bei Josef Jungwirth und anschließend bei Carl von Marr in München. Außerdem nahm er Unterricht bei Max Dvořák und Franz Čižek. Von 1925 bis zur Auflösung 1938 war er Mitglied des Hagenbundes in Wien, in späteren Jahren auch dessen Sekretär und Vizepräsident. Seine frühen Arbeiten standen unter dem Einfluss des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit. In seinen Porträts, Landschaften, Ölmalereien und Aquarellen verband er expressive Farbigkeit mit einer klaren, gegenständlichen Bildordnung. Vergleichbare, jedoch deutlich unterschiedlich akzentuierte Positionen finden sich bei Otto Dix und Käthe Kollwitz, deren Werke soziale Realität, individuelle Erfahrung und die Spannungen der Zwischenkriegszeit thematisieren. Ernst Ludwig Kirchner steht für die expressive Steigerung von Farbe und Form, während Lyonel Feininger mit seiner kristallinen Strukturierung von Architektur und Landschaft wichtige Möglichkeiten einer zwischen Figuration und Abstraktion vermittelnden Malerei aufzeigt. Ab den 1950er Jahren wandte sich Mayer-Marton einem strengeren Stil zu, der Elemente des Kubismus aufnahm und sich zunehmend der Abstraktion näherte. Die Zerlegung und Neuordnung von Raum und Gegenstand verband ihn mit den formalen Neuerungen der europäischen Avantgarde. Umberto Boccioni und Gino Severini erweiterten den Kubismus durch die Dynamik des italienischen Futurismus; Wassily Kandinsky entwickelte darausgehend eine eigenständige, zunehmend ungegenständliche Bildsprache. In diesem Spannungsfeld zwischen kubistischer Konstruktion, Bewegung und Abstraktion entwickelte Mayer-Marton seine späten Kompositionen. 1938 emigrierte er mit seiner Frau Grete, geborene Freund, nach London, wo er an der St. John’s Wood School of Art unterrichtete. 1940 wurde bei einem Bombenangriff ein Großteil seines Werkes vernichtet. Seine Mutter und sein jüngerer Bruder wurden Opfer des Holocaust. Nach dem Tod seiner Gattin unterrichtete Mayer-Marton von 1943 bis 1952 als Professor am Arts Council in London und ab 1952 am College of Arts in Liverpool. Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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