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Franz Sedlacek (Breslau 1891 - 1945 vermisst) Verfolgung/Höllensturz, 1918 Tusche/Papier 28 x 28,5 cm datiert 1918, monogrammiert FS SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 7000 - 12000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 7000 Franz Sedlacek war ein österreichischer Maler und Chemiker und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit und des Magischen Realismus in Österreich. In Breslau geboren und in Linz aufgewachsen, studierte er ab 1910 in Wien zunächst Architektur, später Chemie, und entwickelte sich als Autodidakt zum Maler. 1913 gründete er gemeinsam mit Anton Lutz, Franz und Klemens Brosch und Heinz Bitzan die Linzer Künstlervereinigung MAERZ; 1921 begann seine Tätigkeit am Technischen Museum in Wien, 1927 wurde er Mitglied der Wiener Secession. Seine altmeisterlich präzise Ölmalerei verbindet romantische und phantastische Landschaften, Winterbilder, Blumenstillleben und geheimnisvolle Traumwelten mit grotesken Wesen, technischen Versatzstücken und einer häufig düsteren, surreal anmutenden Atmosphäre. Neben der flämisch-niederländischen Malerei von Joachim Patinier, Joss de Momper und Pieter Bruegel dem Älteren prägten ihn die Romantik und die österreichische Moderne; stilistisch steht er insbesondere im Umfeld von Alfred Kubin, Herbert Reyl-Hanisch, Zoran Mušič, Oskar Mulley, Alfred Stolz und Alfred Hrdlicka. Sedlaceks eigentümliche Verbindung aus minutiöser Wirklichkeitsnähe und fantastischer Verfremdung macht ihn zu einer Schlüsselposition der österreichischen Phantastischen Kunst, Neuen Sachlichkeit und Zwischenkriegsmoderne. Die unheimlichen Landschaften und grotesken Szenarien weisen dabei auf Alfred Kubin, während die atmosphärische Verdichtung und existenzielle Dimension seiner Landschaften kunsthistorische Berührungspunkte zu Zoran Mušič erkennen lassen; die expressive, teilweise dunkle österreichische Bildtradition lässt sich zudem mit Oskar Mulley, Alfred Stolz und Alfred Hrdlicka verbinden; allerdings auch in der makaberen Literatur Edgar Allen Poes.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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