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Werner Berg* (Elberfeld 1904 - 1981 St. Veit im Jauntal) Vierberger Holzschnitt/Papier 41 x 54,7 cm beschriftet Vierberger abgebildet in Biller, Werkverziechnis Werner Berg, Holzschnitte, 2001, S. 395, Nr. 283 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 3600 - 5000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 3600 Hans Werner Berg wurde am 11. April 1904 in Elberfeld, dem heutigen Wuppertal, geboren. Nach einer kaufmännischen Lehre studierte er Staatswissenschaften in Wien und promovierte 1927. Anschließend entschied er sich gegen eine wissenschaftliche Laufbahn und begann an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Karl Sterrer Malerei zu studieren. Von 1928 bis 1931 setzte er seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste München in der Meisterklasse von Karl Caspar fort. 1930 erwarb Berg den abgelegenen Rutarhof im zweisprachigen Gebiet Südkärntens, oberhalb der Drau bei Bleiburg/Pliberk. Ab 1931 lebte und arbeitete er dort mit seiner Familie als Bauer und Künstler. Diese enge Verbindung von Lebenspraxis und künstlerischer Arbeit wurde für sein Schaffen bestimmend: Berg fand seine Motive in der bäuerlichen Arbeitswelt, in Porträts der slowenischsprachigen Bevölkerung, in religiösen Festen, Jahreszeiten, Tieren und der Landschaft Unterkärntens. Er beobachtete seine Wahlheimat zugleich mit der Distanz des Zugezogenen und der Anteilnahme eines tief Verbundenen. Stilistisch ging Berg vom Expressionismus aus, entwickelte jedoch eine unverwechselbare, streng komponierte Bildsprache. Kräftige Farben, eine konzentrierte Linienführung und die bewusste Flächigkeit prägen seine Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und besonders seine Holzschnitte. Dabei verdichtete er alltägliche Szenen zu Bildern von großer existenzieller und symbolischer Intensität. Die Förderung durch Emil Nolde bestärkte ihn in seinem expressionistischen Weg; während der NS-Zeit wurde seine Kunst als „entartet“ diffamiert, was seine öffentliche Präsenz zeitweise stark einschränkte. Nach 1945 erhielt Berg zunehmend Anerkennung. Er wurde 1947 Mitglied des Wiener Art Club, nahm an der Biennale von Venedig teil und stellte unter anderem in Wien, München, Paris, Ljubljana und Kairo aus. 1968 eröffnete in Bleiburg die Werner-Berg-Galerie, die auf seinen Wunsch nicht museal bezeichnet wurde und die er mit einer repräsentativen Auswahl aus seinem Werk ausstattete. Die Einrichtung wurde nach seinem Tod in eine Stiftung überführt und bildet heute das Werner Berg Museum. Werner Berg starb am 7. September 1981 in seinem Atelier am Rutarhof.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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