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Albert Birkle* (Berlin 1900 - 1986 Salzburg) Autobahnbau am Irschenberg, Bayern, um 1936 Öl/karton 50 x 70 cm signiert A. Birkle verso beschriftet Autobahnbau in Bayern, Anfang 30er abgebildet im Ausstellungskatalog Albert Birkle, Salzburg 1980, Abb. 51 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 6000 - 12000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 6000 Albert Birkle, deutscher Maler und Zeichner, absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler und studierte von 1920 bis 1925 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, wo er Meisterschüler bei Arthur Kampf wurde. Er entwickelte einen religiös geprägten, sozialkritischen Realismus mit formalästhetisch-neusachlichen Elementen, der zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit stand und oft ins Phantastische überzeichnete – vor allem in seinen Charakterköpfen mit karikierenden Zügen sowie einem direkten Bezug zur christlichen Passion, vergleichbar mit der expressiven Porträtkunst von Max Slevogt und Lovis Corinth. Als jüngstes Mitglied fand er 1921 Aufnahme in die Berliner Secession, später auch in die von Max Liebermann geleitete Preußische Akademie der Künste. 1927 lehnte er eine Professur in Königsberg ab, um kirchliche Wandmalereien in Gaislingen und Kattowitz auszuführen. Nach der Machtergreifung übersiedelte er nach Salzburg, behielt sein Berliner Atelier und stellte 1936 in der Nationalgalerie aus sowie auf der Biennale Venedig, doch 1937 wurden seine Bilder als „entartet“ entfernt, Werke beschlagnahmt und ein Malverbot verhängt. Freiwillig im Reichsarbeitsdienst als Kriegsmaler tätig, musste er 1944 einrücken. 1946 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft und widmete sich sakraler Glasmalerei in den 1950er- und 1960er-Jahren, wobei Werke mit Anton Faistauer, Herbert Boeckl, Franz Sedlacek und Johann Baptist Wenzel Kallina resonieren – eine Tradition monumentaler, leuchtender Kirchenfenster, die seine sozialkritischen Frühmotive in expressivem Spätwerk wieder aufgreift.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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