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Dagobert Peche (Sankt Michael 1887 - 1923 Mödling) Grüner Tafelaufsatz mit Weinreben, 1919 Mischtechnik/Papier 28,1 x 21,5 cm datiert 19, monogrammiert DP SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 400 - 800 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 400 Dagobert Peche gilt als einer der phantasievollsten Künstler der Wiener Werkstätte (WW). Er studierte von 1906 bis 1910 an der Technischen Hochschule bei Karl König, Karl Mayreder, Leopold Simony und Max von Ferstel sowie von 1908 bis 1911 an der Akademie der bildenden Künste bei Friedrich Ohmann. Eine Englandreise und besonders die Schwarz-Weiß-Grafik Aubrey Beardsleys prägten seine Entwicklung. 1911 erhielt Peche die Goldene Medaille und weitere Auszeichnungen; 1912 ermöglichte ihm der Prix de Rome einen zweimonatigen Aufenthalt in Paris. Der Verleger Alexander Koch förderte ihn durch Veröffentlichungen in Kunst und Dekoration. Peches Entwürfe verbanden Tapeten, Textilien, Spitzen, Möbel, Metallwaren, Keramik, Papier und Mode. Seine Tapeten auf der Ausstellung des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie 1913 sowie auf der Kölner Werkbundausstellung 1914 machten ihn bekannt. 1915 holte Josef Hoffmann ihn zur Wiener Werkstätte, deren Zürcher Filiale Peche ab 1916 leitete. Nach seiner Rückkehr nach Wien 1920 entwarf er unter anderem den Stand der WW für die Wiener Internationale Messe 1921. Seine dekorative, kapriziöse und bewusst zweckfreie Formensprache steht zwischen Wiener Moderne und Jugendstil und weist in ihrer Übersteigerung teilweise bis zum späteren Design und zur Pop Art voraus. Im Umfeld der WW verbindet ihn ein enger gedanklicher Bezug zu Koloman Moser, Josef Hoffmann, Mathilde Flögl, Vally Wieselthier, Michael Powolny, Carl Otto Czeschka, Otto Prutscher, Jutta Sika und Maria Likarz. Seine Arbeiten wurden 1923 in einer Gedächtnisausstellung und 1998 im MAK Wien gewürdigt.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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