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Georg Merkel* (Lemberg 1881 - 1976 Wien) Idylle Öl/Leinwand 35,5 x 44,5 cm signiert Merkel verso Hagenbund-Etikett SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 8000 - 14000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 8000 Georg Merkel war ein österreichischer Maler und Künstler, dessen Werk in der Wiener Moderne verankert ist und sich zwischen Expressionismus, Porträtmalerei und einer einfühlsamen, figural geprägten Bildauffassung bewegt. Geboren 1881 in Lemberg (heute Lwiw, Ukraine) in ärmlichen Verhältnissen, begann er als Dekorationsmaler; erst durch die Unterstützung eines Freundes konnte er von 1903 bis 1905 an der Akademie in Krakau studieren, wo er erste Nähe zur Lemberger Künstlerkolonie gewann. Seine Weiterbildung in Wien führte ihn in den Bereich der Wiener Secession und des Künstlerhauses Wien, deren Auseinandersetzung zwischen Tradition und Moderne seine ästhetische Orientierung prägte. Merkel lebte in der Zwischenkriegszeit in Wien, war Mitglied des Hagenbundes und stand in freundschaftlichem Kontakt zur Zinkenbacher Malerkolonie, deren ländliche Idyllen und einfache Lebensformen seinen Werken zugleich Stoff und Bildstimmung geben. 1905 bis 1908 und 1909 bis 1914 lebte er in Paris, wo er sich intensiv mit französischer Klassik, Paul Cézanne und der Malerei von Pierre Puvis de Chavannes befasste. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig, eine Kopfverletzung ließ ihn für Monate erblinden; die Genesung und das Wiedererlangen des Sehvermögens prägten sein späteres Schaffen, in dem Porträtmalerei und figural‑kompositorische Arrangements eine zentrale Rolle spielen. In der Wiener Moderne steht er in einem weiteren Umfeld von Künstlern wie Rudolf Bacher, Josef Engelhart, Anton Faistauer, Egon Schiele, Elias Canetti (dessen Begegnung mit Merkel in „Das Augenspiel“ beschrieben ist), sowie Louise Merkel‑Romeé, mit der er verheiratet war. 1938 als „entarteter Künstler“ diffamiert, emigrierte Merkel über die Tschechoslowakei nach Frankreich, wurde dort interniert und lebte in Südfrankreich, ehe er 1945 wieder in den Kreis der Wiener Kunst zurückkehrte: Mitglied und später Ehrenmitglied der Wiener Secession sowie Träger des Preises der Stadt Wien ab 1961, verband er in seinem Spätwerk formale Klarheit, emotionale Figurennahe und eine leise verdichtete, manchmal fast lyrische Malerei.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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