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Broncia Koller-Pinell (Sanok 1863 - 1934 Wien) Die Ernte, 1908 Öl/Leinwand 45 x 55 cm monogrammiert B.P.K Vorstudie zum berühmten Gemälde "Die Ernte" im Belvedere Museum, Wien SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 8000 - 16000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 8000 Broncia Koller-Pinell, Mutter der Künstlerin Silvia Koller, wurde als Bronislawa Pineles im galizischen Karpatenvorland geboren und übersiedelte im Alter von sieben Jahren mit ihrer Familie nach Wien. Sie nahm Unterricht bei Josef Raab und Alois Delug, stellte 1888 erstmals bei der Internationalen Kunstausstellung in Wien aus und hielt sich anschließend zwei Jahre in München auf. Nach ihrer Rückkehr bezog sie ein Atelier in der Piaristengasse und heiratete den Arzt und Physiker Hugo Koller. Das 1904 erworbene Landhaus in Oberwaltersdorf wurde von Josef Hoffmann umgebaut und entwickelte sich zu einem Treffpunkt der Wiener Moderne. Zum Freundes- und Gästekreis zählten unter anderem Hugo Wolf, Fritz Eckstein, Franz Schalk, Lou Andreas-Salomé, Gustav Mahler, Hermann Broch und Egon Schiele. Auch Gustav Klimt, Carl Moll, Koloman Moser und Josef Maria Olbrich gehören zu jenem Umfeld von Secession und Jugendstil, in dem sich Koller-Pinell bewegte. 1908 wurde sie Mitglied der „Kunstschau-Gruppe“. Ihr Werk verbindet Impressionismus, Jugendstil, Expressionismus und Ansätze der Neuen Sachlichkeit. Sie schuf vor allem Porträts, Genrebilder, Stillleben und Interieurs, die eine sensible Beobachtung des Privaten mit einer zunehmend expressiven Farb- und Formensprache verbinden. Vergleichspunkte bilden die Malerei Rudolf von Alts und Leopold Blauensteiners ebenso wie die Moderne von Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Albin Egger-Lienz. Der Austausch mit Egon Schiele und Albert Paris Gütersloh sowie Reisen innerhalb Europas ab 1914 erweiterten ihren Blick auf die aktuellen Strömungen. Künstlerinnen wie Helene Funke, Elfriede Miller-Haunfels, Bettina Ehrlich, Anna Lesznai, Louise Merkel-Romée, Frieda Salvendy und Lilly Steiner bilden ein wichtiges Vergleichsfeld weiblicher Positionen in Wien und Mitteleuropa. Obwohl ihr Werk zu Lebzeiten wiederholt heftiger Kritik begegnete, gilt Koller-Pinell heute als eine der bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen der Wiener Moderne.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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