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Umkreis von Rembrandt van Rijn (Niederländer, 1606–1669) Der Satyr und die Bauern Sepia-Tinte auf Papier Blatt: 4 1/2 x 5 3/8 Zoll (11,4 x 13,7 cm) Aus dem Nachlass von Botschafter J. William Middendorf II., Rhode Island Dieses Los befindet sich in Philadelphia. Gerahmt: 10 1/4 x 10 7/8 x 1 1/8 Zoll Passepartout: 7 5/8 x 8 1/4 Zoll Das Blatt ist an den hinteren Ecken mit zwei Streifen Restaurierklebeband an der hinteren Passepartoutkante befestigt. Auf der Rückseite ist undeutlich „Van Eeckhout…“ vermerkt. Das Blatt weist eine ungleichmäßige Verfärbung auf, die sich vor allem an den Rändern konzentriert. Leichte braune Verfärbung unten rechts. Weitere Abbildungen sind auf Anfrage erhältlich. Provenienz: Nummer „N°. 660“ eines unbekannten Sammlers (Rückseite). Prinz Karl von Solms-Braunfels (1812–1875). R.W.P. de Vries, Amsterdam, Auktion vom 24.–25. Januar 1922, Los 264 (als Jacob Jordaens). Lore und Rudolf Heinemann, New York. Christie’s, London, Auktion vom 1. Juli 1997, Los 210 (als Gerbrand van den Eeckhout). Otto Naumann, New York, erworben bei der oben genannten Auktion (als Gerbrand van den Eeckhout). Christie’s, New York, Auktion vom 27. Januar 2016, Los 51. Literatur: Werner Sumowski, Zeichnungen der Rembrandt-Schule, New York, 1980, III, Nr. 748x (als Gerbrand van den Eeckhout). Ausgestellt: ?New York, The Pierpont Morgan Library, Zeichnungen aus der Sammlung von Lore und Rudolf Heinemann, 1973, Nr. 3. Anmerkung zum Los: Die vorliegende Zeichnung ist lose an Jacob Jordaens’ Gemälde mit demselben Sujet angelehnt, das sich heute in der Staatlichen Gemäldegalerie in Kassel befindet. Sie wurde Jordaens zugeschrieben, als sie 1922 bei einer Auktion in Amsterdam auftauchte; die spätere Zuschreibung an van den Eeckhout wurde von Dr. J. C. Ebbinge-Wubben vorgeschlagen und anschließend von Professor Sumowski unterstützt. Das Motiv stammt aus den Fabeln des Äsop, in denen ein Satyr einen Bauern beobachtet, der erst auf seine Hände bläst, um sie zu wärmen, und dann auf seinen Brei, um ihn abzukühlen, woraus sich der Ausdruck „heiß und kalt blasen“ ableitet. Die Geschichte wurde als Parabel auf Unbeständigkeit interpretiert und entwickelte sich im 17. Jahrhundert zu einem beliebten Motiv unter niederländischen und flämischen Künstlern.
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