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Thangka with Vajrakilaya, tempera on linen, Tibetan scroll painting Tempera on linen. At the centre a many-armed wrathful deity painted blue in union with his consort, Vajrakilaya: three faces – the middle one blue, the right one red, above them a white one –, each with three eyes, an open mouth and a crown of five skulls, the hair rising in red flames. The front hands hold a golden ritual dagger before the chest, the remaining arms carry among other things a trident and a bowl; green feathered wings spread out on both sides of the body. Around the hips a yellow tiger skin. The deity stands in a striding posture on two figures lying on the ground above a red plinth and a broad lotus throne, backed by a green nimbus and a mandorla of red flaming fire. All around, in several rows, smaller deities and lamas in their own flame mandorlas against a blue and green ground. Age-appropriate condition, slightly rubbed. Image 78 x 58 cm (HxW), framed in a narrow wooden moulding, frame bumped, frame width 2 cm Thangkas are scroll paintings of Tibetan Buddhism, painted on primed linen with mineral and vegetable colours and used for meditation and instruction; the iconography follows fixed canons of proportion which permit hardly any deviation. Wrathful deities such as Vajrakilaya are not evil powers but protective figures: their terror is directed against the obstacles on the path to insight, and the skulls and the wreath of flames stand for the transformation of destructive forces. The ritual dagger with a three-edged blade, which gives the deity its name, serves in ritual practice to pin down these obstacles symbolically. The pictorial scheme of the two interlocked figures stands for the joint working of method and wisdom. German Description Thangka mit Vajrakilaya, Tempera auf Leinen, tibetische Rollbildmalerei Tempera/Leinen. Im Zentrum eine vielarmige, blau gefasste Schreckensgottheit in Vereinigung mit der Gefährtin, Vajrakilaya: drei Gesichter – das mittlere blau, das rechte rot, darüber ein weißes –, jedes mit drei Augen, aufgerissenem Mund und einer Krone aus fünf Totenschädeln, das Haupthaar in roten Flammen aufgestellt. Die vorderen Hände halten vor der Brust einen goldenen Ritualdolch, die übrigen Arme führen unter anderem einen Dreizack und eine Schale; grüne Federflügel spannen sich beiderseits des Körpers. Um die Hüften ein gelbes Tigerfell. Die Gottheit steht in Schrittstellung auf zwei am Boden liegenden Gestalten über einem roten Sockel und einem breiten Lotosthron, hinterfangen von einem grünen Nimbus und einer Mandorla aus rot geflammtem Feuer. Ringsum in mehreren Reihen kleinere Gottheiten und Lamas in eigenen Flammenmandorlen vor blauem und grünem Grund. Altersgemäßer Zustand, leicht berieben. Darstellung 78 x 58 cm (HxB), gerahmt in einer schmalen Holzleiste, Rahmen bestoßen, Rahmenbreite 2 cm Thangkas sind Rollbilder des tibetischen Buddhismus, die auf grundierte Leinwand mit Mineral- und Pflanzenfarben gemalt und für Meditation und Unterweisung verwendet werden; die Ikonografie folgt festen Maßkanons, die Abweichungen kaum zulassen. Zornvolle Gottheiten wie Vajrakilaya sind keine bösen Mächte, sondern Schutzgestalten: Ihr Schrecken richtet sich gegen die Hindernisse auf dem Weg zur Erkenntnis, die Totenschädel und der Flammenkranz stehen für die Verwandlung der zerstörerischen Kräfte. Der Ritualdolch mit dreikantiger Klinge, der der Gottheit den Namen gibt, dient in der Ritualpraxis dem symbolischen Festnageln dieser Hindernisse. Das Bildschema der beiden ineinander verschränkten Gestalten steht für das Zusammenwirken von Methode und Weisheit.
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