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Icon of the Vladimir Mother of God (Vladimirskaya), Eleousa, brass oklad, Russia, probably 19th c. Wooden panel, tempera, oklad of brass, chased and punched, with remains of silvering. Depicted is the Mother of God of Tenderness (Eleousa, Russian Umileniye) in the type of the Vladimir Mother of God (Vladimirskaya): the Mother of God in half-length, her head inclined towards the Christ Child seated on her right arm, who presses his cheek against hers and lays his hand on her neck; her left hand raised towards the Child. The oklad covers the painted surface except for faces, hands and feet; above the heads a shared radiant nimbus, the maphorion of the Mother of God and the garment of the Child with chased drapery folds, the border with ornaments, crosses in the lower corner cartouches. The exposed paint layer in warm brown and red tones. The reverse shows the untreated wooden panel. Condition commensurate with age, oklad rubbed and dented, paint layer with blistering. 31.5x26.5 cm (HxW) The icon is a cult image of the Orthodox Church; its depiction follows a binding canon that prescribes posture, gesture and colouring. The prototype of the Vladimir Mother of God was painted in Byzantium in the early 12th century, came to Kyiv as a gift around 1131 to 1136, to Vladimir in 1155 and finally to Moscow in 1480; as the “Mother of the Russian Land” it is regarded as the most venerated image of the Mother of God in Russia and was copied countless times. Characteristic of the type are the cheeks of mother and child pressed together, the child’s arm around the mother’s neck and the visible sole of the child’s foot; the Greek name Eleousa, the Merciful, was understood in Russia as Umileniye, tenderness, and denotes, alongside the strictly frontal Hodegetria, the second basic form of the icon of the Mother of God. The oklad, in Russian also called riza, is a chased metal cover that protected the paint layer from candle soot and touch and was at the same time an expression of veneration; covers of brass or silver that conceal everything except faces, hands and feet have been widespread in Russia since the 17th century and reached their peak in the 19th century. The maphorion is the veiled mantle of the Mother of God, the nimbus the halo, which is here chased into the cover as a radiant crown. German Description Ikone der Gottesmutter von Wladimir (Wladimirskaja), Eleousa, Messing-Oklad, Russland, wohl 19. Jh. Holztafel, Tempera, Oklad aus Messing, getrieben und punziert, mit Resten der Versilberung. Dargestellt ist die Gottesmutter der Zärtlichkeit (Eleousa, russisch Umilenie) im Typus der Gottesmutter von Wladimir (Wladimirskaja): die Gottesmutter in Halbfigur, den Kopf dem auf ihrem rechten Arm sitzenden Christuskind zugeneigt, das die Wange an ihre Wange schmiegt und die Hand an ihren Hals legt; ihre Linke zum Kind erhoben. Der Oklad bedeckt die Malfläche bis auf Gesichter, Hände und Füße; über den Häuptern ein gemeinsamer Strahlennimbus, das Maphorion der Gottesmutter und das Gewand des Kindes in getriebenem Faltenwurf, die Rahmung mit Ornamenten, in den unteren Eckkartuschen Kreuze. Die freiliegende Malschicht in warmen Braun- und Rottönen. Rückseitig die unbehandelte Holztafel. Altersgemäßer Zustand, Oklad berieben und gedellt, Farbschicht mit Blasenbildung. 31,5x26,5 cm (HxB) Die Ikone ist ein Kultbild der orthodoxen Kirche; ihre Darstellung folgt einem verbindlichen Kanon, der Haltung, Gestus und Farbgebung festlegt. Das Urbild der Gottesmutter von Wladimir wurde im frühen 12. Jh. in Byzanz gemalt, kam um 1131 bis 1136 als Geschenk nach Kiew, 1155 nach Wladimir und 1480 endgültig nach Moskau; als „Mutter der russischen Erde“ gilt es als das meistverehrte Marienbild Russlands und wurde unzählige Male kopiert. Kennzeichen des Typus sind die aneinandergeschmiegten Wangen von Mutter und Kind, der Arm des Kindes um den Hals der Mutter und die sichtbare Fußsohle des Kindes; der griechische Name Eleousa, die Erbarmende, wurde in Russland als Umilenie, Zärtlichkeit, verstanden und bezeichnet neben der streng frontalen Hodegetria die zweite Grundform der Marienikone. Der Oklad, russisch auch Riza genannt, ist ein getriebener Metallbeschlag, der die Malschicht vor Kerzenruß und Berührung schützte und zugleich Ausdruck der Verehrung war; Beschläge aus Messing oder Silber, die alles außer Gesichtern, Händen und Füßen bedecken, sind in Russland seit dem 17. Jh. verbreitet und erreichten im 19. Jh. ihren Höhepunkt. Das Maphorion ist der Schleiermantel der Gottesmutter, der Nimbus der Heiligenschein, der hier als Strahlenkranz in den Beschlag getrieben ist.
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