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Otto Henze Hann. Münden, guild pipe of the painters, long pipe with porcelain bowl, circa 1930/1940 Porcelain, wood, horn and metal, guild pipe of the painters' trade (Weißbinder), long composite pipe by the pipe factory Otto Henze, Hann. Münden, stamped on the reservoir "Otto Henze" and "Hann: Münden" in a strap oval, brass-coloured hinged lid with eyelet, marked "OHM", porcelain bowl with gilt rim, painters' motto in Fraktur script all round a guild emblem with crossed brushes, spatula, bucket and other painters' tools, reservoir with gilt rims, long stem of lime wood wrapped with red-brown and black cord, two tassels, angled horn mouthpiece. Good condition commensurate with age, chip to the rim of the reservoir, decoration slightly rubbed, glaze crack in the bowl wall, wood with adhesive residue. L. 85 cm. Weißbinder, like Tüncher, is an older term for the painter; the name derives from the craftsman binding white pigments with binders himself to make paint. Guild pipes bear the emblem of their trade on the porcelain bowl, often together with a rhymed trade motto. Around 1930 the Otto Henze pipe factory in Hannoversch Münden offered long student pipes, meerschaum, walnut and briar pipes as well as pipes with porcelain and meerschaum bowls in its sample catalogue. Its guild pipes follow the construction of the composite pipe with a reservoir between bowl and stem to catch the condensate. German Description Otto Henze Hann. Münden, Zunftpfeife der Weißbinder, Gesteckpfeife mit Porzellankopf, um 1930/1940 Porzellan, Holz, Horn und Metall, Zunftpfeife des Weißbinderhandwerks (Maler), lange Gesteckpfeife der Pfeifenfabrik Otto Henze, Hann. Münden, am Abguss Stempel „Otto Henze“ und „Hann: Münden“ in einem Riemenoval, messingfarbener Scharnierdeckel mit Öse, gemarkt „OHM“, Porzellanpfeifenkopf mit Goldrand, umlaufender Weißbinder-Sinnspruch in Frakturschrift um ein Zunftzeichen mit gekreuzten Pinseln, Spachtel, Eimer und weiteren Malerwerkzeugen, Abguss mit Goldrändern, langer Holm aus Lindenholz, mit rotbraun-schwarzer Kordel umwickelt, zwei Quasten, abgewinkeltes Hornmundstück. Altersgemäß guter Zustand, Chip am Rand des Abgusses (Wassersack), Dekor leicht berieben, Glasurriss in der Pfeifenwandung, Holz mit Kleberesten. L. 85 cm. Weißbinder ist wie Tüncher eine ältere Bezeichnung für den Maler; der Name rührt daher, dass der Handwerker weiße Pigmente mit Bindemitteln selbst zur Anstrichfarbe band. Zunftpfeifen tragen auf dem Porzellankopf das Handwerkszeichen ihres Gewerks, oft zusammen mit einem gereimten Berufsspruch. Die Pfeifenfabrik Otto Henze in Hannoversch Münden bot um 1930 in ihrem Musterkatalog lange Studentenpfeifen, Meerschaum-, Nussbaum- und Bruyèrepfeifen sowie Pfeifen mit Porzellan- und Meerschaumköpfen an. Ihre Zunftpfeifen folgen dem Aufbau der Gesteckpfeife mit einem Saftsack zwischen Kopf und Rohr als Auffang für das Kondensat.
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