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Gilt leather wall hanging, painted panel in four parts, rocailles, flowers, birds, probably 18th c. Leather and plywood, painted panel of four parts of a gilt leather wall hanging, probably 18th century, gold-coloured ground textured with a fine small pattern, painted on it a rocaille ornament of C-scrolls, shell-like ribbed rocailles and acanthus leaves in blue-grey, white and red, with flowering branches with blue, white and pink flowers and green leaves, lower left a blue bird sitting on a rocaille, upper right a bird on a branch, the parts mounted on a plywood board with visible joins, hanging loop on the back, condition commensurate with age, losses, rubbed, craquelure, 120x33 cm (HxW). Gilt leather wall hangings were among the precious wall decorations of the European Baroque residences: vegetable-tanned leather was covered with silver leaf, coated with a yellow-brown gold varnish, embossed or punched and then painted in colours. The technique goes back to Moorish Córdoba and spread from Spain via the Netherlands, where a manufactory in Mechelen is documented, and via Venice throughout Europe; such leather hangings were regarded as more resistant to damp than woven tapestries. At Moritzburg Castle near Dresden sixty rooms were lined with gilt leather under Augustus the Strong between 1723 and 1733, flowers and birds being among the most popular patterns. The rocaille, the shell-like asymmetrical ornament of C-scrolls, arose in France around 1730 and, as the leading ornament of the Rococo, determined interior decoration until about 1775. German Description Goldledertapete, bemaltes Paneel aus vier Teilen, Rocaillen, Blütenzweige und Vögel, wohl 18. Jh. Leder und Sperrholz, bemaltes Paneel aus vier Teilen einer Goldledertapete, wohl 18. Jh., goldfarbener, mit feinem Kleinmuster strukturierter Grund, darauf farbig gemaltes Rocaille-Ornament aus C-Schwüngen, muschelartig gerippten Rocaillen und Akanthusblättern in Blaugrau, Weiß und Rot, dazu Blütenzweige mit blauen, weißen und rosa Blüten und grünen Blättern, unten links ein blauer Vogel auf einer Rocaille sitzend, oben rechts ein Vogel auf einem Zweig, die Teile mit sichtbaren Fugen auf eine Sperrholzplatte aufgebracht, rückseitig Aufhängeöse, altersgemäßer Zustand, Fehlstellen, berieben, Krakelee, 120x33 cm (HxB). Goldledertapeten gehörten zum kostbaren Wandschmuck der europäischen Barockresidenzen: pflanzlich gegerbtes Leder wurde mit Blattsilber belegt, mit einem gelbbraunen Goldlack überzogen, geprägt oder punziert und anschließend farbig bemalt. Die Technik geht auf das maurische Córdoba zurück und verbreitete sich von Spanien über die Niederlande, wo eine Manufaktur in Mechelen belegt ist, und über Venedig nach ganz Europa; solche Ledertapeten galten als widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit als gewirkte Tapisserien. Im Schloss Moritzburg bei Dresden wurden unter August dem Starken zwischen 1723 und 1733 sechzig Räume mit Goldleder ausgekleidet, wobei Blumen und Vögel zu den beliebtesten Mustern zählten. Die Rocaille, das muschelartige, asymmetrische Ornament aus C-Schwüngen, entstand um 1730 in Frankreich und bestimmte als Leitornament des Rokoko die Raumdekoration bis etwa 1775.
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