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Chewing Tobacco Jar H. & R. Wittig Nordhausen, Westerwald Stoneware, Gebr. Jung Höhr, circa 1900 Stoneware, salt-glazed, grey and cobalt blue glaze. Cylindrical storage jar with a fitted lid, at the sides two applied moulded cone handles, the lid knob of similar form. The wall with the blue Fraktur inscription Kautabak von H. & R. Wittig Nordhausen, flanked by large fan palmettes and curving flowering tendrils, above and below encircling bands of beading and zigzag. The surface of the lid with six-pointed star rosettes on a blue ground. The base impressed STEINZEUGFABRIK GEBR. JUNG HÖHR. Condition commensurate with age, the lid with a small crack and chip. H. 27 cm. 360-degree photo on our website. The brothers Hugo and Rudolf Wittig founded their chewing tobacco business in the Sandstraße in Nordhausen in 1888; from 1897 the Nordhausen chewing tobacco known as Wittig-Priem was produced in the new buildings in the Geseniusstraße, where it was made until 1945. The jars stood as shop vessels on the counters of grocery and general stores from which the chewing tobacco was sold loose, and at the same time advertised the manufacturer; from 1890 the factories put their names on the vessels. They were made almost without exception in the Westerwald: the stoneware factory Gebrüder Jung in Höhr, founded in 1889 by Franz and Peter Jung, had expressly specialised in regimental steins and tobacco jars and ceased production in 1918 after the death of the modeller Peter Jung. German Description Kautabaktopf H. & R. Wittig Nordhausen, Westerwälder Steinzeug, Gebr. Jung Höhr, um 1900 Steinzeug, salzglasiert, graue und kobaltblaue Glasur. Zylindrischer Vorratstopf mit aufgesetztem Deckel, seitlich zwei plastisch aufgelegte Zapfenhandhaben, der Deckelknauf in ähnlicher Form. Die Wandung mit der blauen Frakturaufschrift Kautabak von H. & R. Wittig Nordhausen, seitlich begleitet von großen Fächerpalmetten und geschwungenen Blütenranken, oben und unten umlaufende Perl- und Zickzackbänder. Die Deckelfläche mit sechsstrahligen Sternrosetten auf blauem Grund. Der Boden eingeprägt STEINZEUGFABRIK GEBR. JUNG HÖHR. Altersgemäßer Zustand, der Deckel mit kleinem Riss und Chip. H. 27 cm. 360-Grad-Foto auf unserer Webseite. Die Brüder Hugo und Rudolf Wittig gründeten ihren Kautabakbetrieb 1888 in der Sandstraße in Nordhausen; ab 1897 entstand in den Neubauten in der Geseniusstraße der als Wittig-Priem bekannte Nordhäuser Kautabak, der dort bis 1945 hergestellt wurde. Die Töpfe standen als Ladengefäße auf dem Tresen der Kolonialwaren- und Gemischtwarenhandlungen, aus denen der Kautabak lose abgegeben wurde, und warben zugleich für den Hersteller; ab 1890 setzten die Fabriken ihren Namen auf die Gefäße. Gefertigt wurden sie fast ausnahmslos im Westerwald: Die Steinzeugfabrik Gebrüder Jung in Höhr, 1889 von Franz und Peter Jung gegründet, hatte sich ausdrücklich auf Regimentskrüge und Tabaktöpfe verlegt und stellte die Produktion 1918 nach dem Tod des Modelleurs Peter Jung ein.
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