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live 14. November | 10:00 AM
Kunst- und Auktionshaus Quedlinburg

39 - Hunting hanger with twisted bone grip and figural brass hilt, leather-covered scabbard, 19th century

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Hunting hanger with twisted bone grip and figural brass hilt, leather-covered scabbard, 19th century Bone, brass, steel, leather. Hunting hanger, in hunting usage also called Jagdplaute, with light-coloured, spirally twisted bone grip and brass hilt. Shell-shaped shell guard with hunting scene in relief: a man with hunting horn, a hunter with a stag, on the far right a further hunter with hunting horn and a dog; the knuckle guard with relief decoration, the quillon scrolled into a volute and decorated with a dog laying its paw on a hare; pommel cap with foliate scroll relief. Narrow, straight back-edged blade. Leather-covered scabbard with brass locket with frog stud and brass chape, the leather rubbed. Good condition commensurate with age. L. 82 cm, blade length 63 cm. Typologically the hunting hanger developed from the hunting sword; in the 18th century it became slimmer and shorter and, as the side arm of the skilled huntsman, was the weapon for dispatching the bayed game with a thrust to the heart; unlike the hunting rapier and the hunting sabre it was used only on foot. From the Baroque period onwards brass and silver replaced the iron hilts, the grips were made of staghorn or bone, and shell guard and quillons remained small from the 18th century onwards. Cast hunting scenes with stag, hunter and dog on the shell guard and the dog chasing the hare on the hilt have belonged to the established repertoire of motifs of German hunting edged weapons since the late 17th century. The hunting weapon was worn in a leather scabbard on the sword belt on the left side, which often held a by-knife, the Nicker or Genickfänger. From the 18th century onwards the hunting hanger was also part of the service uniform of forestry officials and thus became a representative and uniform weapon. German Description Hirschfänger mit gedrehtem Beingriff und figürlichem Messinggefäß, belederte Scheide, 19. Jh. Bein, Messing, Stahl, Leder. Hirschfänger, im Jagdgebrauch auch Jagdplaute genannt, mit hellem, spiralig gedrehtem Beingriff und Messinggefäß. Muschelförmiges Stichblatt mit Jagdszene im Relief: ein Mann mit Jagdhorn, ein Jäger mit Hirsch, rechts außen ein weiterer Jäger mit Jagdhorn sowie ein Hund; der Griffbügel mit Reliefdekor, die Parierstange in einer Volute eingerollt und mit einem Hund verziert, der die Tatze auf einen Hasen legt; Griffkappe mit Rankenrelief. Schmale, gerade Rückenklinge. Belederte Scheide mit Mundblech mit Tragknopf und Ortband aus Messing, das Leder berieben. Altersgemäß guter Zustand. L. 82 cm, Klingenlänge 63 cm. Der Hirschfänger ging typologisch aus dem Jagdschwert hervor, wurde im 18. Jh. schlanker und kürzer und war als Seitenwaffe des hirschgerechten Jägers die Waffe zum Abfangen des gestellten Wilds mit dem Herzstich; anders als Jagddegen und Jagdsäbel wurde er nur zu Fuß geführt. Seit dem Barock traten Messing und Silber an die Stelle der eisernen Gefäße, die Griffe wurden aus Hirschhorn oder Bein gearbeitet, und Stichblatt und Parierstange blieben seit dem 18. Jh. klein ausgebildet. Gegossene Jagdszenen mit Hirsch, Jäger und Hund auf dem Stichblatt und die Hetze des Hundes auf den Hasen am Gefäß gehören seit dem späten 17. Jh. zum festen Motivkanon deutscher Jagdblankwaffen. Getragen wurde die Jagdwaffe in einer Lederscheide am Wehrgehänge auf der linken Seite, in der häufig ein Beimesser, der Nicker oder Genickfänger, steckte. Seit dem 18. Jh. gehörte der Hirschfänger zugleich zur Dienstuniform der Forstbediensteten und wurde so zur Repräsentations- und Uniformwaffe.

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