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live 14. November | 10:00 AM
Kunst- und Auktionshaus Quedlinburg

6 - Johann Christian Jahn, Wernigerode, octagonal barrel of a wall gun, circa 1750, no stock or lock

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90 €

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Johann Christian Jahn, Wernigerode, octagonal barrel of a wall gun, circa 1750, no stock or lock Iron with gold-coloured inlay, heavy, fully octagonal smoothbore barrel of a wall gun, without stock and lock, converted to percussion, calibre 20 mm. On the upper octagonal face at the breech the name "IOHANN·CHRISTIAN·IAHN" inlaid in gold colour in capitals, near the breech a rectangular rear-sight cut-out with remains of the standing sight, near the muzzle the transverse slot for the front sight, front sight missing. Breech plug with flat, pierced tang, at the side of the breech the nipple, two barrel lugs on the underside for the cross pins of the stock, surface pitted by corrosion over the entire length. L. 102 cm The gold-coloured inlaid name on the upper octagonal face refers to Johann Christian Jahn, also spelt Jann, who worked as an air gun maker in Wernigerode in the Harz around 1750; gunmakers set such names on their barrels as a signature, and air gun makers such as Friedrich Jacob Boßler in Darmstadt built firearms as well as air guns. Heavy, thick-walled octagonal barrels with calibres of about 18 to 21 mm characterise the wall gun, the fortress weapon for long ranges, which because of its weight and recoil was not fired from the shoulder but rested on the parapet or a stand; the recoil hook of the older hook guns is absent on many pieces of the 18th and 19th c. With percussion ignition, in which the hammer strikes a percussion cap on the nipple, many older muzzleloaders remained in use in the 19th century; the cap system goes back to the patent of Alexander John Forsyth of 1807. Literature: Heer, Der neue Stöckel, 1978, p. 584. German Description Johann Christian Jahn, Wernigerode, Achtkantlauf einer Wallbüchse, um 1750, ohne Schaft und Schloss Eisen mit goldfarbener Einlage, schwerer, durchgehend achtkantiger Lauf einer Wallbüchse mit glatter Bohrung, ohne Schaft und Schloss, auf Perkussion aptiert, Kaliber 20 mm. Auf der oberen Achtkantfläche am Laufansatz goldfarben eingelegt der Name „IOHANN·CHRISTIAN·IAHN“ in Kapitalen, nahe dem Laufansatz ein rechteckiger Visierausschnitt mit Rest des Standvisiers, nahe der Mündung die quer eingeschnittene Kornaufnahme, Korn fehlt. Schwanzschraube mit flachem, durchbohrtem Ansatz, seitlich am Laufansatz der Piston, an der Unterseite zwei Laufwarzen für die Querstifte der Schäftung, Oberfläche über die ganze Länge narbig korrodiert. L. 102 cm Der goldfarben eingelegte Name auf der oberen Achtkantfläche nennt Johann Christian Jahn, auch Jann geschrieben, der um 1750 als Windbüchsenmacher in Wernigerode am Harz tätig war; solche Namenszüge setzten die Büchsenmacher als Signatur auf ihre Läufe, und Windbüchsenmacher wie Friedrich Jacob Boßler in Darmstadt bauten neben Luftgewehren auch Pulverwaffen. Schwere, dickwandige Achtkantläufe mit Kalibern um 18 bis 21 mm kennzeichnen die Wallbüchse, die Festungswaffe für weite Schussentfernungen, die wegen Gewicht und Rückstoß nicht angeschlagen, sondern aufgelegt auf Brustwehr oder Bock geschossen wurde; viele Stücke des 18. und 19. Jhs. sind ohne den Rückstoßhaken der älteren Hakenbüchsen gebaut. Mit der Perkussionszündung, bei der der Hahn auf ein Zündhütchen auf dem Piston schlägt, wurden im 19. Jh. viele ältere Vorderlader weiter genutzt; das Zündhütchensystem geht auf das Patent von Alexander John Forsyth von 1807 zurück. Literatur: Heer, Der neue Stöckel, 1978, S. 584.

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