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BURMESISCHES FALTBUCH, PARABAIK ENDE DES 19. JAHRHUNDERTS Myanmar, Ende des 19. Jahrhunderts, Faltbuch aus Holztafeln; Aquarell und Gouache auf Maulbeerbaumrindenpapier, mit neun Szenen, zusammengestellt in einer Reihe von Zwei-, Vier- und Sechs-Seiten-Kompositionen, insgesamt 34 Seiten, mit Darstellungen von Hofprozessionen, Zeremonien und Unterhaltungsveranstaltungen; Vorder- und Rückdeckel sind ebenfalls mit roten Rändern auf grünem Grund bemalt 43,3 cm x 17,6 cm pro Blatt Private schottische Sammlung, Edinburgh Ein vergleichbares burmesisches „Parabaik“ aus den 1870er- bis 1880er-Jahren, das aus dem Hof von König Mindon oder Thibaw bzw. aus damit verbundenen Werkstätten stammt, befindet sich im Metropolitan Museum, Zugangsnummer 2017.209. Dieser Parabaik weist im Vergleich zu dem hier angebotenen Los bemerkenswerte Ähnlichkeiten in den Darstellungen auf. Dazu gehören beispielsweise die Kampfszene zwischen Tiger und Elefant, die Szene mit den von Mauern umgebenen Elefanten sowie die Poloszene. Nach Angaben des Metropolitan Museum wurde der Malstil während der Regierungszeit von König Mindon entwickelt und unter König Thibaw fortgeführt. Es zeigt eine Hybridität, die aus der traditionellen burmesischen religiösen Erzählmalerei in Verbindung mit europäischen Bildmitteln entstanden ist. Vergleiche auch ein Parabaik aus dem späten 19. Jahrhundert, das am 8. November 2024 in diesem Auktionshaus unter Los 393 versteigert wurde.
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