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[RÄUCHERKULTUR] SELTENER RÄUCHERKESSEL AUS VERGOLDETER BRONZE MIT LANGEM GRIFF, „VINĀYAKA-GANESHA“ 9.–13. JAHRHUNDERT 九至十三世紀 銅鎏金蓮花形唐草紋行爐 帶毗那夜迦– mit einem Elefantenkopf als Gewichtsverzierung: Die fein gegossene Räucherschale in Form einer blühenden Lotusblüte, deren einzelne Blütenblätter mit durchbrochenen Rankenmustern innerhalb einer Perlenbordüre verziert sind, steht auf einem blütenblattförmigen Sockel und ist mit einem Griff versehen, der an ein Ruyi-Zepter erinnert, wobei der lange Riemengriff am Ende nach unten abgewinkelt ist, um einen knienden Vināyaka-Ganesha mit Elefantenkopf als Gewichtsverzierung aufzunehmen; die Gottheit ist exquisit in Anjali-Mudra gegossen und hat eine hoch erhobene, gewundene Schnauze; der durchbrochene Deckel wird von einem weiteren Vināyaka-Ganesha als Bekrönung gekrönt 34 cm breit; 1100 g Taiwanesische Privatsammlung; ehemals in einer japanischen Privatsammlung 台灣私人收藏; 日本私人舊藏 Dieses äußerst ungewöhnliche Räuchergefäß ist nicht nur aufgrund seiner Form mit langem Griff außergewöhnlich, sondern auch wegen des Vināyaka-Ganesha-Gewichtsornaments auf dem Deckel und am Ende des Griffs.Diese Art von Räuchergefäß mit langem Stiel ist auch als „wandelndes Räuchergefäß“, „Elster-Schwanz-Räuchergefäß“ oder „Handräuchergefäß“ bekannt. Der Brauch, buddhistischen Gottheiten mit langstieligen Räuchergefäßen Weihrauch darzubringen, taucht bereits im 2. Jahrhundert in gandharischen Steinskulpturen auf. In China tauchte es erstmals während der Zeit der Nördlichen und Südlichen Dynastien auf und wurde bei großen buddhistischen Zeremonien häufig als buddhistisches Opfergefäß verwendet. Sein Gebrauch geht auf eine buddhistische Praxis zurück, die als „Weihrauchprozession“ (xingxiang) bekannt ist, bei der Gläubige ein Räuchergefäß trugen und im Rahmen eines Andachtsrituals um eine Buddha-Statue herumgingen. Da das Räuchergefäß dafür konzipiert war, beim Gehen getragen zu werden, wurde es als „xinglu“ oder „Wander-Räuchergefäß“ bekannt. Während der Tang-Dynastie wurden im Bronzeguss Techniken wie das Schweißen und die durchbrochene Schnitzerei integriert und weiterentwickelt, was zu einer großen Vielfalt an Gefäßformen führte. Frühe Exemplare dieses Typs wiesen traditionell einen löwenförmigen Abschluss auf und wurden mittels Guss- oder Schmiedetechniken hergestellt, teilweise aus vergoldeter Bronze. Auch Bronzegefäße wurden vergoldet, was ihre dekorative Raffinesse unterstrich. Das vorliegende Exemplar veranschaulicht das hohe handwerkliche Niveau, das bei der Herstellung buddhistischer Ritualgegenstände in dieser Zeit erreicht wurde. Weithalige Räuchergefäße waren im China der Tang-Dynastie weit verbreitet und wurden später nach Japan eingeführt. Bald darauf begannen japanische Bronzegießer, weithalige Räuchergefäße nach dem Vorbild der Tang-Dynastie herzustellen. Räuchergefäße dieser Art sind häufig auf Wandmalereien aus Dunhuang und auf Seidenmalereien abgebildet. Ein bemerkenswertes Beispiel findet sich in dem Seidenbild „Barbarische Könige verehren den Buddha“, einem in Tusche und Farbe gehaltenen Werk, das Zhao Guangfu aus der Song-Dynastie zugeschrieben wird und sich in der Sammlung des Cleveland Museum of Art befindet (Museumsnummer: 1957.358). Das Gemälde stellt die Geschichte dar, wie ausländische Könige dem Buddha ihre Ehrerbietung erweisen. Der führende Adlige wird dargestellt, wie er ein Räuchergefäß mit langem Stiel und einer lotosförmigen Schale trägt, das der Form des vorliegenden Exemplars sehr ähnlich ist. Vergleiche ein verwandtes Räuchergefäß aus vergoldeter Bronze aus der Tang-Dynastie im British Museum, Museumsnummer: 1936,1118.183. Siehe auch ein Räuchergefäß aus Bronze mit Henkeln aus der Tang-Dynastie aus der Sammlung Sakamoto Gorō, das am 13. September 2016 bei Sotheby’s New York unter Los 14 versteigert wurde. Beide Exemplare sind am Ende des Henkels mit einem fein gegossenen, sitzenden Löwen als Gewicht verziert. Siehe auch ein Räuchergefäß aus vergoldeter Bronze mit einer sehr ähnlichen Blattverzierung im Tang-Stil als Durchbrucharbeit auf der Schale in Form von Lotusblütenblättern, datiert auf die Yuan-Dynastie, verkauft bei Beijing Poly am 7. Juni 2016, Los 8397. Zwei weitere japanische Exemplare von Räuchergefäßen aus vergoldeter Bronze mit Löwengewicht: eines im Nationalmuseum Tokio, datiert auf die Nara-Zeit des 8. Jahrhunderts, Museumsnr.: N-282; ein weiteres Exemplar aus dem 13. Jahrhundert wurde am 25. März 2010 bei Bonhams New York versteigert (Los 2127). Die Figur des Vināyaka hat ihren Ursprung im alten Indien des 2. Jahrhunderts n. Chr. Auch als Ganesha bekannt, ist er die elefantenköpfige Gottheit der Weisheit und Schöpfung, der Sohn von Shiva und der Schneegöttin Pārvatī. Verehrt wegen seiner Kraft, Hindernisse zu beseitigen, fand er weite Verbreitung. Vināyaka wurde während der Tang-Dynastie durch den esoterischen Buddhismus in China eingeführt und in der esoterisch-buddhistischen Tradition als Gottheit der Hindernisse interpretiert und als Dharma-Beschützer in den Buddhismus aufgenommen. Seine Darstellung verbreitete sich in der buddhistischen Bronzeskulptur in Tibet und der Mongolei. Als Schutzgottheit, die den buddhistischen Dharma bewahrt, erscheint Vināyaka auch in Wandmalereien. Erhaltene Darstellungen finden sich in den Mogao-Höhlen bei Dunhuang, unter anderem an der Westwand der Höhle 285 aus der Zeit der Westlichen Wei-Dynastie, an der Ostwand der Höhle 244 aus der Zeit der Sui-Dynastie und an der Nordwand des Durchgangs in der Höhle 404.Die Darstellung von Vināyaka ist auch auf dem vergoldeten Bronzerauchgefäß aus der Tang-Dynastie mit einem Elefantenkopf als Bekrönung zu sehen, das im Famen-Tempel-Museum (Inventarnummer FD4:018), der im fünfzehnten Jahr der Xiantong-Regierungszeit (874 n. Chr.) in der Krypta beigesetzt wurde. Dieser Räuchergefäß aus vergoldeter Bronze ist ein charakteristisches Beispiel für Räucherutensilien a
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