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Giulio Campi (um 1500 – Cremona – 1572), Schäferszene nach Ovid. Tusche, laviert mit Weißhöhungen über Feder, auf Bütten, auf Karton mit Lavis-Passepartout kaschiert. (Um 1545-50). Ca. 16 x 24,5 cm. Diese sorgfältig ausgeführte und wunderbar komponierte Zeichnung kann hier erstmals dem Werk des aus Cremona stammenden Renaissance-Künstlers Giulio Campi zugeordnet werden. Es scheint sich bei unserem Blatt um eine Szene aus den Metamorphosen des Ovid zu handeln, mit denen sich Campi im Zuge der Vorbereitung für die Fresken im Palazzo Aldegatti in Mantua beschäftigte. Neben einer Anzahl weiterer Künstlerkollegen arbeitete Campi hier 1545 -1550 an den Wandmalereien, welche die Liebesabenteur Jupiters zum Thema haben. Zu diesem Projekt in Mantua haben sich weitere fein ausgeführte Zeichnungen des Künstlers erhalten, etwa "Jupiter und Astraea" im Metropolitan Museum in New York oder "Jupiter und Antiope" im British Museum, London. Nicht nur der Ausführungsgrad der Blätter stimmt hier überein mit der aufwendigen Technik der braunen Lavierung mit Weißhöhungen über Federzeichnung, auch die Maße der beiden Blätter aus New York und London sind bis auf minimale Abweichungen identisch mit denen des vorliegenden Blattes. Auch die Art der Komposition mit der Einbettung der Figuren in das landschaftliche Umfeld und der äußerst eleganten Zeichenweise bis in die kleinsten Details sind vergleichbar. So kann man Campis spezifische Zeichenweise besonders gut an dem dargestellten Blattwerk und an den dekorativ aufgefassten Faltenwürfen der Gewänder vergleichen, ebenso an den Parallel- und Kreuzschraffuren in den Schattenpartien. Provenienz: Privatsammlung, Deutschland. Taxation: differenzbesteuert (VAT: Margin Scheme).
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