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Joseph Emanuel Weiser (1847 Patschkau – München 1911), Untergang von Pompeji. Öl auf Holz. Ca. 74 x139 cm. Signiert unten links. Joseph Emanuel Weiser wurde in München geboren. Er studierte Kunst an der Münchner Akademie unter der Leitung von Wilhelm von Diez. Der Künstler unternahm zahlreiche Studienreisen durch Deutschland, Österreich und Italien, bevor er sich in München niederließ. Weisers künstlerisches Werk war umfangreich und vielseitig. Er malte Stillleben, Porträts, Genrebilder, Historienbilder, Landschaften sowie Werke mit biblischer und mythologischer Ikonografie. Das Motiv des „Letzten Tages von Pompeji“ steht exemplarisch für die im 19. Jahrhundert ausgeprägte Begeisterung für die Antike, die durch die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum nachhaltig befördert wurde. Für Joseph Emanuel Weiser bot das antike Sujet die Möglichkeit, sein Interesse an Historie, Kostüm und detailreicher Milieuschilderung miteinander zu verbinden. In seinen Historien- und Genrebildern verband Weiser die anschauliche Rekonstruktion vergangener Lebenswelten mit einer lebendigen, häufig theatralisch inszenierten Figurenregie. Das Pompeji-Thema erlaubte ihm darüber hinaus, die Pracht des antiken Lebens mit der dramatischen Vorstellung des unmittelbar bevorstehenden Untergangs zu kontrastieren. Damit fügt sich die vorliegende Komposition charakteristisch in die historistische Antikenmalerei des späten 19. Jahrhunderts ein. Provenienz: Privatsammlung, Deutschland (lt. Aussage von Maria Almas-Dietrich 1949); Galerie Maria Almas-Dietrich, München; Sammlung „Sonderauftrag Linz“ (verso mit der Linz-Nr. „207“); Central Collecting Point, München, registriert am 17.10.1945 (Mü.-Nr. „9761“), 1963 an die Bundesrepublik Deutschland übergeben (Ministerpräsident); Weinmüller, München 20./22.3.1963; Privatsammlung, Österreich (seit ca. 60 Jahren in Familienbesitz). Taxation: differenzbesteuert (VAT: Margin Scheme).
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