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HODLER, FERDINAND (Bern 1853 - 1918 Genève) : Kompositionsstudie zu "Blick in die Unendlichkeit" Öl und Bleistift auf Papier signiert unten rechts 44x58 cm (Blattgrösse), gerahmt Provenienz: Sammlung Arthur Stoll, Arlesheim; Privatbesitz Schweiz. Das angebotene Werk entstand um 1910-1915. Ferdinand Hodler gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Schweizer Künstlern. Aufgewachsen in Bern, zog er für seine Lehre beim renommierten Maler Barthélemy Menn nach Genf. Dort entwickelte er sich rasch vom Vedutenmaler zur Vorreiterfigur des Symbolismus, der sein detailliertes Können im Umgang mit Porträts und Landschaften mit freieren mythischen und psychoanalytischen Themen verband. Eines seiner bekanntesten Werke ist "Blick in die Unendlichkeit", ein monumentales Wandgemälde im Kunsthaus Zürich, das Hodler über Jahre hinweg zu perfektionieren suchte. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits ein arrivierter und mit vielen Auszeichnungen bedachter Künstler. Die Darstellung zeigt fünf in Blau gekleidete junge Frauen, die ihre Arme leicht ausstrecken und sich gegenseitig mit den Fingern fast berühren. Sie stehen sinnbildlich für die Einigkeit und Perfektion des Universums, dem auch die Unendlichkeit immanent ist. Der Berner Künstler fertigte zahlreiche Studien und Kopien zu diesem Werk an, von denen sich heute viele im Besitz der grossen Schweizer Museen befinden. Die hier angebotene Arbeit gehört zweifellos zu den detailliertesten und mit viel Feingefühl angefertigten Studienexemplaren, die Hodlers Einzigartigkeit in seiner Zeit belegen. Ausrufzeit: 06.11.2026, 18.00 Uhr
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