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PAUSANIAS: BESCHREIBUNG GRIECHENLANDS, PAUSANIAS: GRAECIAE DESCRIPTIO. LEIPZIG, 1696 Vierte Auflage in griechischer Sprache, ROYAL FOLIO, zeitgenössischer Vollpergamentband, Rücken und Deckel reich vergoldet, nicht identifiziertes feines Wappen auf den Deckblättern, vollständig, Text im griechischen Original mit lateinischer Übersetzung, Text sauber und klar, insgesamt ein sehr gutes Exemplar eines beeindruckenden Werks Pausanias’ Reisebericht über Griechenland ist der erste umfassende Reisebericht der Menschheitsgeschichte und gilt bis heute als fundierte Quelle für die antike griechische Archäologie. Die Ausgabe von 1696 ist unter Wissenschaftlern als „Kuhn-Ausgabe“ bekannt. Sie wurde in Leipzig von Thomas Fritsch herausgegeben und gilt weithin als die beste Ausgabe der vormodernen Zeit; über ein Jahrhundert lang war sie der maßgebliche wissenschaftliche Text für Griechenlandreisende und diente insbesondere vielen frühen Archäologen in Griechenland als primäre Referenz. Sie ist legendär für ihre akribische Zusammenstellung früherer Forschungsergebnisse und die Einbeziehung seltener Anmerkungen. Das bedeutendste Merkmal dieser Ausgabe ist, dass Kuhn eine Kopie der Aldinus-Ausgabe von 1516 verwendete, die dem großen Gelehrten Isaac Casaubon gehört hatte. Kuhn integrierte Casaubons handschriftliche Randnotizen und Korrekturen direkt in den Text und den Kommentar. Kuhn fasste zudem die Anmerkungen der bedeutendsten früheren Herausgeber zusammen, darunter Wilhelm Xylander, den Übersetzer von 1558, und Friedrich Sylburg, den Herausgeber von 1583, und schuf so ein Werk im Variorum-Stil, das die besten griechischen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Renaissance vereinte. Genau diese Ausgabe wurde von Winckelmann verwendet, dem Vater der modernen Archäologie und der „Grand Touristen“ des 18. Jahrhunderts in Griechenland. Sie diente als regelrechte Schatzkarte für die Wiederentdeckung von Stätten wie Olympia, Delphi und Athen.
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