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Barock-Kabinett-Schrank mit Mythologischer Szenen nach den Metharmorphosen des Ovid Flämisch/Antwerpen, 17. Jhdt. - das Gestell später 155 x 106 x 46 cm Holz, ebonisiert, vergoldete Metallmontierungen, Bein-Parketterie und versilberter Spiegeldekor. Rechteckiger, geriffelter Klappdeckel, hinter dem sich ein mit rotem Samt ausgekleideter Innenraum mit bemaltem Innendeckel verbirgt. Die Malerei zeigt eine mythologische Szene: Das Urteil des Midas. Zentrale Kabinett-Tür ist bemalt mit der Szene Merkur erblickt Herse und ist flankiert von runden Säulen, die einen eingebauten Innenraum mit simulierten Spiegelarkaden und einem Schachbrettmuster-Parkettboden umschließen, zwei Griffe an den Seiten. Umgeben von 10 unterschiedlich großen Schubladen auf einem späteren Sockel mit zwei Schubladen, der von vier spiralförmig gedrechselten Beinen und einer X-förmigen Querstrebe getragen wird. Die Schübe sind allesamt fein ausgemalt mit mythologischen Szenen, u.a. Europa auf dem Stier, Apollo und Daphne, Herkules und Deianera, Pyramus und Thisbe, Vertumnus und Pomona. Restaurierungen, Ergänzungen, geringfügige Fehlstellen. Privatsammlung Rheinland. Im 17. Jahrhundert war Antwerpen das führende europäische Zentrum für aufwendig bemalte Schränke, deren Produktion durch das von Philipp II. von Spanien im Jahr 1603 verhängte Einfuhrverbot für Nürnberger Schränke gefördert wurde. Die reich bemalten Innenräume zeigen, dass es sich um Ausstellungsstücke handelte, die dazu dienten, die Sammlungen des Besitzers an Schmuck, Silber, Mineralien, Muscheln und anderen Exponaten zu präsentieren - in einem Stück die klassische Kunstkammer-Sammlung. Ein ähnlicher Kabinettschrank auf einem Sockel, dessen Malerei Hendrick Van Balen (1573-1632) zugeschrieben wird, wurde am 25. Mai 2001 bei Sotheby’s in London als Los 36 verkauft (58.000 Pfund inkl. Aufgeld).
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