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Lê Quốc Lộc (1918–1987) – Kunstakademie von Indochina. Dorf am Ufer des Roten Flusses. Sechsflügeliger Paravent aus mehrfarbigem Lack (roter, schwarzer und silberner Lack mit Goldverzierungen auf Holzpaneelen). Eingravierte Signatur „Q-LÔC“ unten rechts Um 1942–1943, Höhe: 99,5 cm – Länge: 196,5 cm. Jede Tafel ist etwa 32,5 cm breit. Abnutzungsspuren, kleine Lackfehlstellen, 30 cm lange Risse auf der rechten Tafel, die zudem gewellt ist. Die Scharniere zwischen den Paneelen des Paravents fehlen. Dieser um 1942–1943 entstandene Paravent stammt aus der begehrtesten Schaffensphase des Künstlers: der Zeit unmittelbar nach seinem Abschluss an der renommierten École des Beaux-Arts de l’Indochine in Hanoi. Das Jahr 1942 markiert zudem die Eröffnung seines eigenen Ateliers in Hanoi. Zusammen mit seinen Assistenten schuf er mehrere bekannte Versionen dieses Werks, die alle zwischen 1942 und 1943 entstanden sind. Dieses Stück verkörpert das goldene Zeitalter der Erneuerung der modernen vietnamesischen Lackkunst, eine Bewegung, die unter dem Einfluss von Victor Tardieu und Joseph Inguimberty ins Leben gerufen wurde und in der vietnamesische Handwerker traditionelles handwerkliches Können zu einer international bedeutenden bildenden Kunst erhoben haben. Eine poetische Ode an seine Heimat Tonkin Lê Quốc Lộc, geboren in der Provinz Hưng Yên am linken Ufer des Roten Flusses, präsentiert hier eine zutiefst intime und topografische Komposition. Das Werk entfaltet eine idyllische und zeitlose Landschaft von Tonkin. Durch einen subtilen Wechsel der Ebenen lenkt der Maler unseren Blick entlang der belebten Ufer eines Fischerdorfes, wo sich traditionelle Behausungen inmitten üppiger Vegetation einfügen. Die schwebende Perspektive, die an traditionelle asiatische Bildrollen angelehnt ist, harmoniert wunderbar mit dem panoramischen und immersiven Format des Paravents. Die Virtuosität des Materials: Gold und Glanz Das technische Genie von Lê Quốc Lộc liegt in seiner absoluten Beherrschung der Farbpalette des Lacks. Der allgegenwärtige Einsatz von Gold- und Silberpulver als Akzente erzeugt ein Lichtspiel von großer Poesie und verleiht dem Flusswasser und dem Himmel eine neblige, traumhafte, fast dämmerungsartige Atmosphäre. Der auffällige Kontrast zwischen der Tiefe des schwarzen Lacks, dem Glanz des roten Lacks und der Zartheit der Edelmetalle zeugt von der unendlichen Geduld und den monatelangen, wiederholten Poliervorgängen, die erforderlich sind, um das Licht des Materials zum Vorschein zu bringen. WICHTIG: FÜR DIESES LOS GELTEN EINSCHRÄNKUNGEN. UM AUF DIESES LOS ZU BIETEN, IST EINE KAUTION IN HÖHE VON 20.000 EURO ERFORDERLICH. WENDEN SIE SICH BITTE AN DEN AUKTIONSVERANTWORTLICHEN.
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