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Ein Mops aus Meissener Porzellan mit Welpe Nach einem Modell von Johann Joachim Kändler (1706–1775) Naturalistisch modelliert und bemalt, darstellend eine sitzende Mopsdame, die ihr Junges säugt und ein violettes Halsband mit vergoldeten Glöckchen trägt Auf einem ovalen Sockel mit Blumen- und Blattreliefs Auf einem zierten Sockel aus vergoldeter Bronze im Rokoko-Stil Deutschland, Meißen, um 1745 (Restaurierungen) 20 × 19 × 16 cm Das vorliegende Modell wurde 1744 in der Meissener Manufaktur von Johann Joachim Kändler (1706–1775) in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Peter Reinicke (1711–1768) entworfen. Die Entstehung ist in Kändlers Arbeitsaufzeichnungen dokumentiert, in denen im Juni desselben Jahres die Anfertigung von zwei Modellen von Mopsen erwähnt wird und im Dezember die Figur einer Hündin in Begleitung eines säugenden Welpen beschrieben wird. Hunde dieser Rasse erfreuten sich an den europäischen Höfen des 18. Jahrhunderts besonderer Beliebtheit und wurden zudem mit dem sogenannten Mopsorden (Mopsorden) in Verbindung gebracht, einer in den 1730er Jahren gegründeten, freimaurerisch geprägten Gesellschaft, in der das Tier als Symbol für Treue und Freundschaft übernommen wurde. Exemplare desselben Modells sind abgebildet in: Rainer Rückert, Meissener Porzellan 1710–1810, München, 1966, Nr. 1092, sowie in: Claire Dumortier und Patrick Habets (Hrsg.), „Porcelain Pugs: A Passion“, 2019, Kat. 1, abgebildet.