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Henri-Jean Guillaume Martin (Französisch, 1860–1943) Frau in einem Weinberg mit einer Weintraube in der Hand (Studie für „Les Vendanges“) Öl auf Leinwand signiert Henri Martin (unten links) 24 x 15 in. (61 x 38,1 cm) Aus dem Nachlass von Joan Wellhouse Newton Stein, Jacksonville, Florida Dieses Los befindet sich in Philadelphia. Gerahmt: 31 x 22 x 3 in. Die unkaschierte Leinwand befindet sich insgesamt in sehr gutem Zustand. In den stärker bemalten Bereichen sind einige kleine Craquelé-Linien zu erkennen. Unter UV-Licht sind keine Anzeichen einer Restaurierung zu erkennen. Auf der Rückseite wurde eine Plexiglas-Rückwand angebracht. Weitere Bilder sind auf Anfrage erhältlich. Wir danken Mme Marie-Anne Destrebecq-Martin für die Bestätigung der Echtheit des Werks, das in den in Kürze erscheinenden „Catalogue Raisonné“ des Künstlers aufgenommen wird. Provenienz: Richard Green Gallery, London. Im Jahr 2000 direkt von der oben genannten Galerie erworben. Anmerkung zum Los: Das vorliegende Werk ist eine der am vollständigsten ausgearbeiteten Studien für Henri Martins monumentales dekoratives Ensemble, das 1932 für die Industrie- und Handelskammer von Béziers in Auftrag gegeben wurde. Das für den „Salle des Délibérations“ der Institution konzipierte Ensemble umfasste sechs Leinwände: zwei große horizontale Kompositionen, „Idylle“ und „Bucolique“, die jeweils von zwei schmaleren vertikalen Tafeln flankiert wurden, auf denen die wichtigsten Phasen des Weinbauzyklus dargestellt sind. Selbst im kleineren Maßstab vermittelt das vorliegende Gemälde die Wärme, Gelassenheit und Poesie, die Henri Martins größeren dekorativen Zyklus auszeichnen, und beschwört eine idyllische Vision des ländlichen Lebens herauf. Das Werk zeigt eine Frau, die im Weinberg steht und eine Weintraube in der Hand hält, und fängt die ruhige Atmosphäre des Spätsommers an der Schwelle zum Herbst ein. Martins feine pointillistische Technik mit ihren unzähligen Farbtupfern verleiht der Komposition eine sanfte, schimmernde Qualität, während eine warme Farbpalette aus Goldgelb, Rosttönen und sonnenbeschienenem Grün das sanft nachlassende Licht der Jahreszeit heraufbeschwört. Die Szene erscheint wie die Vision eines unberührten ländlichen Paradieses und spiegelt die tiefe Verbundenheit des Künstlers mit den Landschaften und landwirtschaftlichen Traditionen seines geliebten Südfrankreichs wider.