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Henri Lebasque (Französisch, 1865–1937) „Nu Étendu, Bras Levés, Au Coussin Bleu“, um 1920–1921 Öl auf Leinwand signiert „Lebasque“ (unten rechts) 25 3/4 x 32 in. (65,4 x 81,3 cm) Aus dem Nachlass von Arthur Schleifer Jr., Boston, Massachusetts Dieses Los befindet sich in Philadelphia. Gerahmt: 34 x 40 x 3 in. Die ungefütterte Leinwand befindet sich insgesamt in gutem Zustand. Es sind vereinzelte Verschmutzungen zu erkennen, beispielsweise zwei weiße Farbtropfen unten rechts, die unter UV-Licht fluoreszieren. Oben links, im Achselbereich der Figur, weist die Leinwand eine leichte Abnutzung von ca. 1/4 Zoll auf. Unter UV-Licht fluoreszieren einige Pigmente, und oben sowie unten sind Bereiche mit Retuschen sichtbar. Weitere Bilder sind auf Anfrage erhältlich. Dieses Werk wurde zuvor von Jean-Claude Bellier authentifiziert. Provenienz: Galerie Hervé, Paris, 1969. Vom derzeitigen Eigentümer direkt von der oben genannten Galerie erworben. Ausgestellt: Paris, Galeries Georges Petit, Lebasque, 11.–30. März 1927. Anmerkung zum Los: „Nu Étendu, Bras Levés, Au Coussin Bleu“, um 1920–1921, ist ein eindrucksvolles Beispiel für den intimistischen Stil des Künstlers Henri Lebasque. Der in Champigné geborene Lebasque ging 1885 nach Paris, um Kunst zu studieren. Er besuchte regelmäßig das Atelier von Léon Bonnat, dem französischen Maler, Sammler und Lehrer an der École des Beaux-Arts, und freundete sich mit seinen Kommilitonen Pierre Bonnard und Édouard Vuillard an, die später die Nabis-Gruppe gründeten. Er wurde zudem von den Intimisten beeinflusst, die die Ruhe und Stille häuslicher Motive schätzten. Auch die Theorien von Seurat und Signac über Komplementärfarben prägten Lebasque nachhaltig und blieben sein ganzes Leben lang ein wesentlicher Bestandteil seiner Technik. In den 1920er Jahren konzentrierte sich Lebasque zunehmend auf die Darstellung weiblicher Akte in üppig-prächtigen Interieurs. Unter dem Einfluss seines Freundes Henri Matisse, mit dem Lebasque 1903 den Salon d’Automne in Paris gegründet hatte, entwickelte er eine Vorliebe für die Darstellung opulenter Muster in Innenräumen. Lebasque malte mindestens drei Versionen der vorliegenden Komposition, von denen sich eine derzeit im Musée de Luxembourg befindet. „Nu Étendu, Bras Levés, Au Coussin Bleu“ zeigt einen trägen, üppigen Akt, der auf einem blau-weißen Blumenkissen ruht, das einen starken Kontrast zu den Textilien aus dem Nahen Osten und Afrika bildet, auf denen sie liegt. Die Verwendung dieser Stoffe spiegelt die Vorliebe des Künstlers wider, exotische Schauplätze heraufzubeschwören, während die grünen Schattierungen an den äußersten Rändern der Frauenfigur auf den wilden Umgang mit Farbe hindeuten, den Matisse und seine Fauvisten-Kollegen bevorzugten. Über die Aktbilder, die Lebasque in den 1920er Jahren malte, schrieb Lisa A. Banner: [Diese Aktbilder waren] der Höhepunkt von [Lebasques] intimistischer Malweise – die Feier der weiblichen Form als fruchtbar, warm und inspirierend...Matisses Akte aus derselben Zeit, die er in seiner benachbarten Villa an der Riviera malte, teilen seinen reichen dekorativen Sinn, nähern sich dem Akt jedoch in einem eher intellektuellen Stil, im Gegensatz zu Lebasques sinnlichem Stil. Lebasque malte seine jungen Modelle in Posen von durchdringender Intimität und subtiler Klarheit (in: Lebasque, Ausstellungskatalog, Montgomery Gallery, San Francisco, 1986, S. 70; 72).
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