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UNSEI: EIN BEEINDRUCKEND GROSSES UND SELTENES BAMBUS-NETSUKE MIT EINER JAPANISCHEN BABYLON-MEERESNACKE (BAIGAI) Von Unsei, signiert „Unsei 雲生 koku 刻“ Japan, Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts, Edo-Zeit (1615–1868) Aus einem erlesenen Bambusstück geschnitzt als große Baigai, die aus ihrem massiven spiralförmigen Gehäuse hervortritt, wobei sich ihr weicher Körper unterhalb der breiten Lippe erstreckt und der charmante Kopf mit zwei langen Fühlern erhoben ist. Die glatt polierten Windungen stehen im Kontrast zum dicht gepunkteten Körper und der fein strukturierten Schalenöffnung, während der Schnitzer die Maserung und die natürlichen Farbnuancen des Bambus gekonnt zur Geltung bringt. Mit natürlichen Himotoshi und unten signiert mit „UNSEI koku“ [geschnitzt von Unsei]. HÖHE 6 cm Zustand: Guter Zustand mit natürlichen Altersrissen, von denen der größte ausgefüllt ist; eine Antenne weist eine alte Reparatur auf. Die Baigai, auch japanische Babylon-Meeresschnecke (Babylonia japonica) genannt, ist ein außergewöhnlich seltenes Netsuke-Motiv. Die vorliegende Schnitzerei besticht besonders durch den Kontrast zwischen dem massiven, geometrisch spiralförmigen Gehäuse und dem weichen, lebendig wirkenden Körper, der daraus hervortritt; die erhobenen Fühler verleihen dem Tier einen ansprechenden Ausdruck von Neugier. Das ungewöhnliche Motiv findet sich auch in einem verwandten hölzernen Netsuke aus dem 18. Jahrhundert von Masanao aus Kyoto, das kürzlich bei Bonhams versteigert wurde (siehe Auktionsvergleich). Bambus war zwar reichlich vorhanden und preiswert, wurde von Netsuke-Schnitzern jedoch wegen der außergewöhnlichen Vielfalt seines natürlichen Wuchses und seiner Maserung hoch geschätzt. Wie Raymond Bushell feststellte, wählten die Schnitzer oft ungewöhnliche Abschnitte oder abnormale Wucherungen aus, wobei die Qualität des fertigen Netsuke ganz vom Können und der Kunstfertigkeit seines Schöpfers abhing. Auktionsvergleich: Vergleichen Sie ein ähnliches Netsuke aus Holz, das einen Bagai darstellt, von Masanao, datiert auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert, 5,1 lang, bei Bonhams, „Netsuke aus der Sammlung von Joseph und Elena Kurstin“, 25. März 2026, New York, Los 810 (verkauft für 117.340 USD bzw. ca. 102.000 Euro zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes).
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