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Sheng Maoye 盛茂燁 (Chinesisch, tätig im 17. Jahrhundert) 盛茂燁(念庵) 勝景人物圖設色紙本鏡框 Figurale Landschaft, Tusche und Farben auf Papier, montiert, gerahmt und hinter Glas Mit einem Gedicht beschriftet und signiert, mit einem Siegel des Künstlers Inschriften auf der Rückseite des Rahmens Begleitet von einem Schreiben von Dr. Roderick Whitfield „勝景人物圖“, farbig auf Papier, in einem Spiegelrahmen. Inschrift: Ein Gedicht sowie Signatur und Siegel von Sheng Maoye. Rückseitige Beschriftung: Auf der Rückseite des Rahmens befindet sich eine Beschriftung. Begleitdokumente: ein Begleitschreiben von Dr. Roderick Whitfield. Maße: (27 cm x 28 cm, Rahmen 43,6 cm x 46 cm) Anzahl: (1) Provenienz: Sammlung von Lee Tai Hao, Bangkok, geschenkt an G. E. Graham, danach durch Erbschaft an eine britische Privatsammlung, London Herkunft: Sammlung von Lee Tai Hao, Bangkok, später geschenkt an G. E. Graham, danach durch Erbschaft an eine britische Privatsammlung, London Anmerkungen: Sheng Maoye stammte aus Suzhou in der Provinz Jiangsu, war auch unter dem Namen Nian’an (念庵) bekannt und ein versierter professioneller Landschaftsmaler, der in den letzten Jahrzehnten der Ming-Dynastie tätig war. Obwohl biografische Details nach wie vor spärlich sind, deuten die erhaltenen datierten Werke darauf hin, dass er zwischen 1607 und 1637 seine Blütezeit erlebte und im anspruchsvollen künstlerischen Umfeld der späten Ming-Zeit in Suzhou wirkte, wo die Traditionen der Wu-Schule nach wie vor großen Einfluss hatten. Seine Gemälde zeugen von einem tiefgreifenden Verständnis der früheren Meister der Landschaftsmalerei der Song- und Yuan-Dynastien, insbesondere von Guo Xi, Li Tang und Huang Gongwang, deren Kompositionen er häufig durch die etablierte Praxis des „fang“ (Malen „nach“ einem früheren Meister) nachahmte. Sheng Maoye spezialisierte sich auf lyrische Tuschelandschaften, die sich durch ihre zurückhaltende Farbpalette und subtile Pinselführung auszeichnen. Nebelschleier, abgelegene Pavillons und ferne Bergpanoramen ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Gesamtwerk und vermitteln das poetische Ideal der Zurückgezogenheit, das die gebildete Elite der späten Ming-Dynastie anzog. Viele seiner erhaltenen Gemälde sind von der Dichtung der Tang-Dynastie inspiriert, in der die Landschaft eher als visueller Ausdruck literarischer Gefühle denn als Abbild eines konkreten Ortes fungiert. Seine raffinierte Darstellung von Wetter, Licht und räumlicher Tiefe reiht ihn unter die versiertesten professionellen Maler des Suzhou des 17. Jahrhunderts ein und nimmt die atmosphärischen, monochromen Landschaften vorweg, die bei Malern der frühen Qing-Zeit beliebt waren. Beispiele für Sheng Maoyes Werk sind in mehreren bedeutenden öffentlichen Sammlungen erhalten und zeugen von seiner Bedeutung innerhalb der Landschaftstradition der späten Ming-Dynastie. Zu den bemerkenswerten Beispielen zählen „Landschaften nach Gedichten der Tang-Dynastie“, Metropolitan Museum of Art, New York, Inv.-Nr. 69.242.1–.6; „Berglandschaft“, datiert 1636, Ashmolean Museum, Universität Oxford, Inv.-Nr. EAX.1303; „Einsames Refugium mit Blick auf ein nebliges Tal“, datiert 1630, Cleveland Museum of Art, Inv.-Nr. 1961.88; „Abendansicht des Shi-Sees“, British Museum, Inv.-Nr. 1979,0129,0.5.1; ein Landschaftsbild im Nelson-Atkins Museum of Art, Obj.-Nr. 40-37. Sheng Maoye, mit dem Künstlernamen Nian’an, stammte aus der Präfektur Suzhou (heute Teil der Provinz Jiangsu) und war ein berühmter Maler der Wu-Schule am Ende der Ming-Dynastie. Über sein Leben ist in historischen Quellen nur wenig überliefert, doch aus den überlieferten Werken mit Datumsangaben in den Inschriften lässt sichlässt sich erkennen, dass er hauptsächlich im Zeitraum vom 35. Jahr der Wanli-Ära (1607) bis zum 10. Jahr der Chongzhen-Ära (1637) tätig war. Sheng war tief in der blühenden Kunst- und Literaturszene des späten Ming-Zeitalters in Suzhou verwurzelt und stand unter starkem Einfluss der Wu-Men-Malschule. Seine Werke reichen weit zurück bis zu den Meistern der Song- und Yuan-Dynastien; insbesondere hat er die Essenz von Guo Xi,Li Tang und Huang Gongwang; er bediente sich häufig der „Nachahmung“ antiker Techniken in seiner Malerei, verinnerlichte diese und übertraf damit seine Vorbilder. Sheng war besonders versiert in der lyrischen Landschaftsmalerei in Tusche; er setzte die Tusche dezent und elegant ein,und prägnante Pinselstriche. Seine Kompositionen zeichnen sich oft durch ferne, wie mit Tinte gezeichnete Berge, umhüllende Nebel und Wolken sowie versteckte Pavillons aus und verkörpern in hohem Maße die Poesie des „zurückgezogenen Lebens“, nach der die Gelehrten und Gelehrten der späten Ming-Dynastie strebten. Seine Werke schöpfen häufig aus der Poesie der Tang-Dynastie und bringen die Gefühle der Gelehrten durch die Schönheit der Landschaft zum Ausdruck,es handelt sich also nicht um reine Abbildungen realer Landschaften. Sheng beherrschte die Darstellung von Wetterveränderungen, Licht- und Schattennuancen sowie räumlicher Tiefe meisterhaft und gilt als einer der herausragendsten Meister der Region Suzhou im 17. Jahrhundert sowie als Wegbereiter der großartigen, atmosphärischen Landschaftsmalerei in Tusche zu Beginn der Qing-Dynastie. Meisterwerke von Sheng Maoye sind selten; viele davon befinden sich in den Sammlungen renommierter öffentlicher Museen im In- und Ausland, was seine bedeutende Stellung in der Geschichte der Landschaftsmalerei der späten Ming-Dynastie belegt. Zu den wichtigsten Beständen öffentlicher Einrichtungen gehören das Metropolitan Museum of Art in New York: „Album mit poetischen Landschaftsbildern im Stil der Tang-Dynastie“ (Signatur: 69.242.1–.6); das Ashmolean Museum der Universität Oxford: „Landschaftsbild“,entstanden im neunten Jahr der Chongzhen-Ära (1636) (Signatur: EAX.1303); das Cleveland Museum of Art: „Bild einer einsamen Behausung im nebligen Tal“, entstanden im dritten Jahr der Chongzhen-Ära (1630) (Signatur: 1961.88); das British Museum:„Abendlicht über dem Steinsee“ (Signatur: 1979,0129,0.5.1); Nelson-Atkins Museum of Art: „Landschaftsbild“ (Signatur: 40-37).
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