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Ein schönes Dreier-Set chinesischer blau-weißer Schalen mit „Chrysanthemen-Gedicht“-Motiv, Qing-Dynastie, Kangxi-Periode 清康熙 青花菊紋詩句盤一組三件《大明成化年製》款 | Sammlung Santos Bestehend aus drei fein gefertigten, flachen Schalen, die in der Mitte mit blühenden Chrysanthemenzweigen verziert sind, die aus Felsformationen hervorgehen, sowie mit einem eingravierten Gedicht; jede Schale trägt auf dem Boden eine sechszeichenige Markierung aus der Chenghua-Zeit. Das Gedicht lautet: 紫白紅黃種色新 (Zeile rechts) 移來秋便有精神 (Zeile links) Diese beiden Zeilen stammen aus einem Gedicht aus dem Roman mit dem Titel „Yu Jiao Li“ (Die beiden schönen Cousinen) und sind Teil eines siebenzeichenigen, sechszeiligen Gedichts, das wie folgt lautet: 紫白紅黃種色新,移來秋便有精神 (auf dieser Schale eingraviert) 好從籬下尋高土,漫向簾前似前身 莫言門閉官衙冷,香滿床頭已浹旬 Größe: (Durchmesser jeweils 16 cm–16,5 cm) Anzahl: (3) Herkunft: Santos-Sammlung 來源: 桑托斯收藏 Anmerkungen: Dieses Gedicht preist die Schönheit der Chrysanthemenblüten, hat jedoch weder einen Titel noch den Namen des Dichters. Eine wörtliche Übersetzung würde lauten: „Violett, weiß, rot, gelb – Farben hell und frisch, im Herbst prächtig blühend“. Die erste Zeile handelt von der Schönheit der Chrysanthemenblüten, die zweite Zeile könnte darüber hinaus andeuten, dass ihre Schönheit nicht nur in der Blüte selbst liegt, sondern auch erfrischend wirkt. Die einzige veröffentlichte englische Übersetzung des gesamten Gedichts stammt aus einer französischen Fassung von M. Abel-Remusat, die 1827 von Hunt und Clarke in der York Street, Covent Garden, London, herausgegeben wurde. Schöne Blume! Für deren Schönheit die gütige Natur ihren tiefen violetten Farbton und ihre strahlenden, schneeweißen Nuancen vereint hat; In ihrem Gold schmückt sie dich dann, und schließlich ließ sie ihre Nelke über die sanfte Oberfläche leuchten. Durch welche Hand wurdest du vom Elysium auf die Erde geworfen? Und da du so durch das Gitter spähst, süße Blume, musst du all deine Blüte für die Freude einer einsamen Jungfrau verschwenden. Während der Weise, der all deine Schönheiten umwerben sollte, schläft? Welche Ruhe herrscht hier – es ist die Stille des Himmels; die Seele der Freiheit scheint mir in meiner Brust zu süß, und ich fühle mich, als wäre meinem Geist nun die Gabe gegeben, in eine heiligere Stätte der Ruhe zu fliegen. Nur wenige – nur wenige sind die Stunden, die ich der Welt entwenden kann, um all ihre Sorgen im Balsam deines Atems zu vergessen; oh, gib mir auf Erden nichts zu sehen oder zu fühlen, während des langen, endlosen Tages, außer deinem Duft und deinen Ranken. Dieses Gedicht hat zwar weder einen Titel noch eine Autorenangabe, doch seine Stimmungswelt ist klar und elegant und trifft den Kern der Naturdichtung der Gelehrten. Der erste Vers „Purpur, Weiß, Rot und Gelb – frisch und neu“ skizziert mit schlichter und lebendiger Federdas prächtige Bild der Chrysanthemen, die im Herbst um die Wette blühen; die zweite Zeile „Wenn sie in voller Pracht erblühen, ist der Herbst am wahrhaftigsten“ besingt nicht nur die Blüte der Blumen, sondern enthält auch die philosophische Erkenntnis, dass „erst durch das Erblühen der Chrysanthemen der Charme des Herbstes zum Vorschein kommt“ – eine Stimmungswelt von bleibendem Wert,frisch und weltfremd. Was die Übersetzungen dieses Gedichts betrifft, so hat es in der Wissenschaft eine äußerst ungewöhnliche Verbreitungsgeschichte durchlaufen. Den Aufzeichnungen zufolge wurde die erste englische Übersetzung dieses Gedichts nicht direkt aus dem Chinesischen übersetzt, sondern aus einer Übersetzung des französischen Sinologen M. Abel-Rémusat . Diese englische Übersetzung wurde 1827 vom Verlag Hunt and Clarke (York Street, Covent Garden, London) offiziell veröffentlicht.
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