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Eine seltene und sehr große chinesische „Langyao“-Rouleau-Vase mit kupferroter Glasur, Qing-Dynastie, Kangxi-Periode 清康熙 郎窯紅釉棒槌瓶 Mit einem sich sanft verjüngenden Korpus, der in einen hohen zylindrischen Hals übergeht, der in einem vorstehenden Rand endet, verziert mit einer kupferroten Glasur, die sich am Fuß ansammelt und zum Rand hin zu einem pilzfarbenen Ton verblasst; das Innere weist eine cremefarbene Glasur auf, die sich zu einem bläulichen Ton verdichtet; der Sockel ist mit einer cremefarbenen Craquelé-Glasur überzogen, mit passender Schatulle. Größe: (76,5 cm hoch) Anzahl: (2) Provenienz: Galerie Valérie Levesque, Paris Quelle: Galerie Valérie Levesque, Paris Anmerkungen: Das Ergebnis des Thermolumineszenztests Nr. 5317GK78 (25. Oktober 2018) von C-Link Research & Development Limited stimmt mit der Datierung dieses Loses überein. Das vorliegende Los ist ein besonders seltenes Beispiel für eine Langyao-Vase aus der Kangxi-Zeit, da die meisten Stücke aus dieser Epoche eher die Balusterform aufweisen als die hier zu sehende großformatige Rouleau-Form. In dieser Zeit erlebte die kupferrote Glasur eine Renaissance, wobei die Meister der Brennöfen in Jingdezhen versuchten, die verlorene Rezeptur wiederherzustellen, aus der die einfarbigen Keramiken der Xuande-Periode hervorgegangen waren. Der Begriff „Langyao“ bezieht sich auf Lang Tingji (1663–1715), der zu dieser Zeit die Produktion beaufsichtigte. Es gibt weitere Beispiele für Kangxi-Rouleau-Vasen dieser Größe, die sich alle in ihrer Verzierung unterscheiden. Für einige Exemplare der „Famille Verte“ siehe eine große Rouleau-Vase, die bei Sotheby’s New York im Rahmen der „Jie Rui Tang Collection“ am 20. März 2018 angeboten wurde (Los 322); bei Christie’s New York am 15. September 2016, Los 870; sowie ein weiteres Exemplar im Metropolitan Museum of Art, New York, aus dem Nachlass von Benjamin Altman, 1913, 14.40.83. Ein Exemplar in Puderblau ist bei Bonhams London am 11. Mai 2017, Los 213, zu sehen. Ein Exemplar in Blau und Weiß ist bei Bonhams London am 8. November 2012, Los 42, zu sehen. Diese Vase mit roter Glasur aus der Lang-Keramikmanufaktur ist von imposanter Größe und weist die Form einer Keulenflasche auf, was unter den Gegenständen dieser Art aus der Kangxi-Zeit äußerst selten ist. Zu jener Zeit waren rote Keramiken aus der Lang-Manufaktur meist als „Phönixschwanz-Vasen“ oder „Guanyin-Vasen“ anzutreffen; eine Keulenflasche von solch großem Format wie dieses Exemplar ist daher besonders selten. In der Kangxi-Zeitwidmeten sich die Handwerker der kaiserlichen Keramikmanufaktur in Jingdezhen der Wiederherstellung der verlorengegangenen Rezeptur für die kupferrote Glasur aus der Zeit der Ming-Dynastie (Xuande-Periode). Unter der Leitung des Keramikaufsehers Lang Tingji (1663–1715) gelang es schließlich, dieses intensive, prächtige Rot des Langyao zu erzielen, das an frisch geronnenes Rinderblut erinnert. Zwar sind aus der Kangxi-Zeit noch Hammerflaschen ähnlicher Größe erhalten, doch weisen diese meist Blau-Weiß- oder Wucai-Verzierungen auf; Exemplare mit einfarbiger „Langyao-Rot“-Glasur sind äußerst selten. Siehe folgende Beispiele für großformatige Hammerflaschen: Wucai-Exemplare: Sotheby’s New York, „Jerry Hall“-Auktion, 20. März 2018, Los 322; Christie’s New York, 15. September 2016, Los 870; Metropolitan Museum of Art, New York, Vermächtnis von Benjamin Ottman, 1913, Signatur 14.40.83 Beispiel mit „Spa-Blau“-Glasur: Bonhams London, 11. Mai 2017, Los 213, Beispiel für Blaumalerei: Bonhams London, 8. November 2012, Los 42 Der Rand hat sich beim Brennen leicht verzogen. Abplatzungen an der Glasur rund um den Fuß, was für diesen Typ typisch ist. Eine große Schramme und eine scheinbare Absplitterung am Fuß; letztere wurde mit weichem Kitt ausgefüllt. Außerdem sind zwei kleine Öffnungen, möglicherweise von einem Test, sowie eine dreieckige Vertiefung an der Unterseite des Fußes zu erkennen. Allgemeine Gebrauchsspuren an der Oberfläche. Siehe Bilder.
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