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TIFFANY STUDIOS Sockel des Modells „Pond Lily“ mit sieben Lichtarmen aus Bronze mit einer nuancierten, grün-braunen Patina und Oxidation. Aufgesetzte Lampenschirme in Tulpenform aus irisierendem gelbem Glas. Mit der Aufschrift „LOTTON“. Auf der Rückseite des Sockels signiert und mit der Nummer 385 versehen. Höhe: 52 cm Herkunft: Französische Privatsammlung. Literaturhinweis: Alastair Duncan, Tiffany Lamps and Metalware: An illustrated reference to over 2000 models, Woodbridge: Suffolk: Antique Collectors’ Club, 1988, Lampe unter Nr. 312 auf S. 80 aufgeführt. Die Tischlampe „Lily“ von Tiffany Studios, in den Katalogen jener Zeit oft als „Pond Lily“ bezeichnet, ist eines der symbolträchtigsten und kommerziell erfolgreichsten Modelle des Hauses Tiffany zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Erste, was daran interessant ist, ist, dass sie sich stark von den großen Tiffany-Lampen mit Lampenschirmen aus Bleiglas unterscheidet. Hier bestehen die Blüten aus kleinen, einzelnen Lampenschirmen aus geblasenem Favrile-Glas in Form einer Glocke oder einer umgekehrten Lilie, die an den Enden dünner, geschwungener Bronzestiele hängen. Der Sockel stellt einen Strauß von Stielen dar, der aus einem Teppich aus Seerosenblättern emporwächst. Es handelt sich also fast eher um eine elektrische Pflanzenskulptur als um eine traditionelle Lampe. Das Modell tauchte zu den Anfängen der elektrischen Beleuchtung bei Tiffany auf. Eine im Morse Museum aufbewahrte Version mit zehn Leuchten trägt die Standardnummer 381, mit Lampenschirmen vom Typ „Drop Cluster Blossoms“, Modell Nr. 104. Das Modell wurde 1902 auf der großen Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin präsentiert, wo Tiffany die höchsten Auszeichnungen erhielt. Die Idee war besonders modern: Da für die elektrische Beleuchtung weder ein Ölbehälter noch eine Belüftung für eine Flamme erforderlich waren, konnten die Drähte direkt durch die dünnen Bronzestiele verlaufen und die Glühbirnen genau wie herabhängende Blüten nach unten gerichtet werden. Dies ist ein wichtiges Detail für die Designgeschichte: Die Form des Objekts ergibt sich direkt aus der neuen elektrischen Technologie. Der Draht wird im Stiel unsichtbar, die Fassung wird zum Kelch der Blume und der Lampenschirm zur Blütenkrone. So verwandelt Tiffany eine technische Einschränkung in ein naturalistisches Motiv. Favrile-Glas Die Tulpen werden in der Regel aus geblasenem Favrile-Glas gefertigt, einer symbolträchtigen Erfindung von Tiffany. Die klassischen Exemplare bestehen aus goldgelbem oder bernsteinfarbenem Glas, das transparent bis durchscheinend ist und mit einem metallischen Schimmer überzogen ist, der je nach Lichteinfall goldene, rosa, blaue, violette oder grüne Reflexe erzeugt. Bei besonders schönen Exemplaren vermittelt das Licht tatsächlich den Eindruck, als würde jede Blume leuchten. Die meisten „Lily“-Lampenschirme bestanden aus transparentem gelbem Glas mit goldenem Schimmer, doch Tiffany produzierte auch besonders begehrte Varianten: grünes, opaleszierendes, gestreiftes oder sogar dichroitisches Glas, dessen Farbe sich je nach reflektiertem oder durchgelassenem Licht radikal ändern kann. Auch Bronze spielt eine wesentliche Rolle. Der Fuß ist in der Regel braun-grün oder goldfarben patiniert, mit reliefartigen Seerosenblättern am Sockel, gefolgt von einem Bündel langer, vertikaler Stiele, die sich allmählich aufspalten, bevor sie in Bögen herabfallen. Es gibt verschiedene Größen Das Prinzip wurde mit einer variierenden Anzahl von Blüten umgesetzt: Bekannt sind insbesondere Versionen mit 3, 4, 7, 10, 12 und 18 Lichtern sowie Stehlampen. Die spektakuläre Version mit 18 Lichtern steht in direktem Zusammenhang mit dem in Turin ausgestellten Modell. Der Erfolg war so groß, dass das Design noch viele Jahre lang vermarktet wurde. Wir präsentieren heute das Zwischenmodell mit 7 Lichtern. Bitte wenden Sie sich für Zustandsberichte an das Büro. Sachverständiger: Cabinet d’Expertise Marcilhac 5 rue de Nesle 75006 PARIS info@marcilhacexpert.com T: +33 6 71 81 38 35 / +33 1 42 49 74 46
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