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Theater von Hofmann, Ludwig 4 Arbeiten. Verkündigung der Engel. Illustrationsentwürfe zu Gerhart Hauptmanns "Hanneles Himmelfahrt". Je um 1894. Pastell und Kohle auf braunem Velin. 24 x 36,5 cm und 23,7 x 36,8 cm. Engelsschar. Illustrationsentwurf zu Gerhart Hauptmanns "Hanneles Himmelfahrt". Kohle und Pastell auf Papier. 22 x 17 cm. Punktuell auf Unterlage montiert. - Königliche Theaterszene. Um 1894. Kohle auf Bütten. 24 x 20 cm (30,5 x 20,5 cm). Punktuell auf Unterlage montiert. - Linker Rand berieben, verso dezent braunfleckig. - Papier gegilbt und linker Rand mit Abrisskante. In den Ecken mit kl. Knickspuren. Insgesamt sehr gut. Je punktuell auf Unterlage montiert. - Eine Arbeit verso mit Annotationen. Papier berieben und an den Rändern mit leichten Einrissen. Insgesamt gut. Die beiden Blätter entstanden in jener Formierungsphase, in der sich Ludwig von Hofmann - geschult an der Dresdner Akademie, bei Ferdinand Keller in Karlsruhe und an der Académie Julian unter dem prägenden Einfluss Puvis de Chavannes' - von der historistischen Herkunft löste und zu jenem lyrisch-dekorativen Bildstil fand, der ihn wenig später zu einem der führenden Illustratoren der Zeitschrift "Pan" und 1899 zum Gründungsmitglied der Berliner Secession machen sollte. Die um 1894 datierten Entwürfe fallen damit unmittelbar in die entscheidende Übergangszeit zwischen akademischer Ausbildung und symbolistischer Reifung seines Ouvres. Bildgegenstand ist Gerhart Hauptmanns im Jahr zuvor uraufgeführte Traumdichtung "Hannele", die den Fieberwahn eines sterbenden Armenhausmädchens in eine Bildfolge aus bedrohlichen und tröstenden Erscheinungen übersetzt und in der Ankündigung himmlischer Erlösung durch Engelsboten kulminiert - eine Verschränkung von naturalistischem Elendsmilieu und symbolistischer Erlösungsvision, die programmatisch für das ästhetische Klima der 1890er Jahre steht. Hofmann übersetzt diese literarische Vision in eine reduzierte, atmosphärisch verschattete Bildsprache: Die kniende, mit gefalteten Händen dem Traumbild zugewandte Mädchengestalt löst sich als einzig klar konturierte Form aus einem Halbdunkel schemenhaft angedeuteter Figuren, die - kaum mehr als flüchtige Konturlinien - unmittelbar aus dem Bewusstseinszustand der Sterbenden hervorzutreten scheinen. Die weiche Pastellmodellierung auf dem warmtonigen Veliné verzichtet bewusst auf narrative Ausmalung zugunsten einer suggestiven Verdichtung, die dem visionären Charakter der Dichtung kongenial entspricht und zugleich Hofmanns spätere, von rhythmischer Linienführung und traumhafter Entrücktheit geprägte Bildsprache vorwegnimmt. Die beiden nahezu formatgleichen Blätter bilden ein kompositorisches Pendant und dokumentieren damit ein seltenes, unmittelbares Zeugnis der bildkünstlerischen Reaktion auf Hauptmanns Werk - ein Bezugspunkt, der Hofmanns Position an der Schnittstelle von literarischem Symbolismus und aufkommendem Jugendstil exemplarisch veranschaulicht. Theatre. 4 works. Annunciation of the Angels. Illustration designs for Gerhart Hauptmann's "Hannele's Ascension" ("Hanneles Himmelfahrt"). Each circa 1894. Pastel and charcoal on brown vellum paper. 24 x 36.5 cm and 23.7 x 36.8 cm respectively. Each mounted at points onto a backing sheet. - Charcoal and pastel on paper. Partially mounted on a backing board. - The paper has yellowed and the left-hand edge is torn. There are small creases in the corners. Overall in very good condition. - One work with annotations on the verso. Paper rubbed and with slight tears at the edges. Overall good condition. The two sheets originated in that formative phase during which Ludwig von Hofmann - trained at the Dresden Academy, under Ferdinand Keller in Karlsruhe, and at the Académie Julian under the formative influence of Puvis de Chavannes - broke away from his historicist origins and arrived at the lyrical, decorative pictorial style that would shortly make him one of the leading illustrators of the journal "Pan" and, in 1899, a founding member of the Berlin Secession. Dated to around 1894, these designs thus fall directly within the crucial transitional period between his academic training and the symbolist maturation of his oeuvre.Their subject is Gerhart Hauptmann's dream-drama "Hannele," premiered the previous year, which translates the feverish delirium of a dying workhouse girl into a sequence of threatening and consoling apparitions, culminating in the annunciation of heavenly redemption by angelic messengers - a fusion of naturalistic scenes of destitution with a symbolist vision of salvation that stands programmatically for the aesthetic climate of the 1890s. Hofmann translates this literary vision into a reduced, atmospherically shadowed pictorial language: the kneeling girl, her hands folded as she turns toward the dream vision, emerges as the only clearly contoured form out of a half-darkness of only schematically indicated figures which - barely more than fleeting c