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Jeschke Jadi Auctions Berlin GmbH

8 - Inkunabeln - Postinkunabeln

Auktion beendet

Inkunabeln - Postinkunabeln Oktav-Bogen aus dem Breviarium Halberstadense. Druckbogen aus dem Psalterium (Lage GG, Bl. 49-56). Nürnberg, Georg Stuchs, 13. November 1515. Ungebundener, nicht aufgeschnittener Bogen, im Oktavformat (8 Bl. = 16 S.), beidseitig in Rot und Schwarz gedruckt. Zweispaltig, 36 Zeilen und Kolumnentitel, gotische Type, rote Lombarden und größere rote Initialen. Arabische Folierung (u. a. 50, 52, 54, 56), Signaturen GG ii und GG iiii. Wvz. Ochsenkopf mit gespiegeltem P. - 56,5 x 40,6 cm. - Teils mit Falzspuren. - Mit dem Schöpfrand. VD16 B 8148 (dort als 4°). Postinkunabel, nicht in ISTC und GW. - Von größter Seltenheit, vollständige Druckbögen sind extrem selten nachweisbar. - Enthält die Prim mit Preces und Confiteor, Terz, Sext und Non mit Psalm 118 samt rot gedruckten Psalmtituli sowie die Sonntags- und Montagsvesper. Auf Bl. 50r steht die für den Halberstädter Dom eigene Rubrik "Hic in choro ecclesie Halberstaden. aliquando leguntur septem psalmi .". Satzidentisch mit dem Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek München (Liturg. 1450). Das Breviarium Halberstadense enthält die Texte des Stundengebets nach dem Ritus des Bistums Halberstadt und seines Doms St. Stephanus und Sixtus. Es war ein liturgisches Gebrauchsbuch für Domkapitel und Geistliche der Diözese, Das Brevier vereint die Texte, aus denen das kirchliche Stundengebet besteht, und ist nach Tageszeiten und Kirchenjahr geordnet. Zu den Horen gehören Prim, Terz, Sext, Non und Vesper. Ein solches Buch besteht aus mehreren Teilen: Kalendarium, Psalterium (Wochenpsalter), Proprium de tempore und de sanctis sowie Commune. Der Halberstädter Druck von 1515 enthält mit dem Psalterium einen dieser Teile. - Georg Stuchs (auch Stüchs, Stöchs) wurde um 1460 in Sulzbach in der Oberpfalz geboren und starb 1520 in Nürnberg . 1484 erwarb er das Nürnberger Bürgerrecht. Er wurde einer der fruchtbarsten Drucker der Stadt und war neben Erhard Ratdolt einer der wichtigsten Drucker von Liturgica in Deutschland. Sein Schwerpunkt waren Breviere für viele Diözesen, darunter Prag, Salzburg, Magdeburg und Lübeck. Ab etwa 1508 schränkte er den Druck stark ein und war im Metallhandel tätig. Sein Sohn Johann führte die Werkstatt weiter. - Ungeschnittene Oktavbögen aus der Postinkunabelzeit sind außerordentlich selten. Überzählige oder fehlerhafte Bögen wurden im frühen 16. Jahrhundert nicht gesammelt, sondern gingen als Makulatur an Buchbinder, die sie als Spiegel, Vorsatz oder Rückenverstärkung verwendeten. Was so überliefert ist, liegt meist als beschnittenes, zerteiltes Einbandfragment vor. Ein ganzer, ungefalteter Bogen mit Büttenrand zeigt dagegen noch das Ausschießschema, also die Anordnung der Seiten auf dem Bogen, und macht den Herstellungsvorgang sichtbar. Für den Halberstädter Bogen von Stuchs kommt hinzu, dass die Ausgabe selbst selten ist und das VD16 nur wenige Standorte nennt. Die Kirchenbibliothek in Barth besitzt in ihrer Wiegendruck-Sammlung mit rund 4.500 Bänden und über 150 Einblattdrucken einen herausragenden, unaufgeschnittenen achtblättrigen Druckbogen einer Studienausgabe des "Laborintus" von Ebrardus Alemannus, den Wolfgang Stöckel 1497 in Leipzig druckte und der im Gesamtkatalog der Wiegendrucke unter der Nummer GW 0920910N verzeichnet ist. Octavo sheet from the Breviarium Halberstadense. Printed sheet from the Psalterium (quire GG, ff. 49-56). Nuremberg, Georg Stuchs, 13 November 1515. Unbound, uncut sheet, in octavo format (8 leaves = 16 pp.), printed on both sides in red and black. Two columns, 36 lines and running titles, gothic type, red Lombardic capitals and larger red initials. Arabic foliation (including 50, 52, 54, 56), signatures GG ii and GG iiii. Watermark: ox head with mirrored P. Partly with fold marks. With the deckle edge. VD16 B 8148 (there as 4to). Post-incunable, not in ISTC or GW. Of the greatest rarity, complete printed sheets are extremely rare to trace. - Contains Prime with Preces and Confiteor, Terce, Sext and None with Psalm 118 including the psalm tituli printed in red, as well as Sunday and Monday Vespers. On f. 50r is the rubric peculiar to Halberstadt Cathedral, "Hic in choro ecclesie Halberstaden. aliquando leguntur septem psalmi .". Identical in setting of type to the copy in the Bayerische Staatsbibliothek, Munich (Liturg. 1450). The Breviarium Halberstadense contains the texts of the Divine Office according to the rite of the diocese of Halberstadt and its cathedral of St. Stephen and St. Sixtus. It was a liturgical working book for the cathedral chapter and the clergy of the diocese. The breviary brings together the texts that make up the Divine Office and is arranged by the hours of the day and the liturgical year. The hours include Prime, Terce, Sext, None and Vespers. Such a book consists of several parts: Calendar, Psalter (weekly psalter), Proprium de tempore and de sanctis, and Commune. The Halberstadt edition of 1515 contains the Psa