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RAINER FETTING (Wilhelmshaven, Deutschland, 1949). „Bitch“, 1995. Farblithografie auf Papier, E.A.-Auflage. Auf Karton aufgezogen, im unteren Rand mit Bleistift signiert, datiert und betitelt. Maße: 76 × 56,5 cm. „Bitch“ stammt aus einer Phase der vollen künstlerischen Reife von Rainer Fetting, in der sich die figurative und expressionistische Bildsprache, die seit Ende der 1970er Jahre zur Erneuerung der deutschen Malerei beigetragen hatte, bereits vollständig etabliert hatte. Das Werk überträgt die gestische Energie seiner Malerei in den Bereich der Druckgrafik: Schwarz wird in breiten Massen und scheinbar spontanen Strichen aufgetragen, während lachsfarbene Töne und kurze blaue Akzente eine weibliche Figur mit starker frontaler Präsenz entstehen lassen. Fetting war eine der führenden Figuren der deutschen Bewegung der Neuen Wilden. 1977 gründete er gemeinsam mit Künstlern wie Salomé, Helmut Middendorf und Bernd Zimmer die Galerie am Moritzplatz in Berlin – einen zentralen Knotenpunkt für das Wiederaufleben einer figurativen, gestischen und farbintensiven Malerei. Sein internationaler Ruf festigte sich durch seine Teilnahme an der Ausstellung *A New Spirit in Painting* in der Royal Academy in London im Jahr 1981 sowie an der Biennale in Venedig 1982. Seine Werke befinden sich unter anderem im Städel Museum, in der Berlinischen Galerie und im Museum of Modern Art in New York.
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