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Serviertisch aus "Speisezimmer – Einrichtung III, Entwurf Nr. (90) 3". Richard Riemerschmid für Dresdner Werkstätten, Hellerau. 1905. Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda Deutsche Werkstätten Hellerau 1898 Dresden Eiche, geräuchert. Hochrechteckiger Aufbau mit abnehmbarem Tablett. Seitenwangen vorn bogenförmig ausgeschnitten. Ausgestellt in: Dritte Deutsche Kunstgewerbeausstellung, Dresden, 1906. Abgebildet in: Winfried Nerdinger: Vom Jugendstil zum Werkbund Werke und Dokumente. München 1982. S. 205. Vgl. Klaus-Peter Arnold, Vom Sofakissen zum Städtebau, Die Geschichte der Deutschen Werkstätten und der Gartenstadt Hellerau, Dresden-Basel 1993, S. 195, Nr. 348. Altersbedingte Nutzungsspuren, vereinzelte Kratzspuren. Eine deutliche Kratzspur an der re. Seite. Weiße Fleckchen im u. Fachboden. Maße: H. 93,5 cm, B. 70 cm, T. 41 cm. Zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5 %. Richard Riemerschmid 1868 München – 1957 ebenda Bildnerischer Entwerfer, Architekt, Mitbegründer des Reformstils. Studierte von 1888–90 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. 1900/01 Ausgestaltung des Münchner Schauspielhauses. Leitete 1903–05 den kunstgewerblichen Meisterkurs am Bayrischen Gewerbemuseum Nürnberg. 1907–13 Gesamtplanung der Bebauung der ersten deutschen Gartenstadt Dresden-Hellerau, 1909–13 Gartenstadt Nürnberg. Gehörte 1907 zu den Mitbegründern des Deutschen Werkbundes, 1921–26 deren Vorsitzender. 1913–24 Direktor der Kunstgewerbeschule München, Ernennung zum Geheimrat. 1926–31 Leiter der Kölner Werkschulen. Deutsche Werkstätten Hellerau 1898 Dresden Deutsches Unternehmen, spezialisiert auf Inneneinrichtungen. Gegründet 1898 von Karl Schmidt-Hellerau, seit 1910 ansässig im heutigen Dresdner Vorort Hellerau. 1907 Einrichtung einer gewerblichen Fachschule mit Lehrwerkstätten. Bedeutende Entwürfe jener Zeit lieferte der Architekt und Designer Richard Riemerschmid, unter anderem ab 1903 die sogenannten Maschinenmöbel, die den Beginn der maschinellen Serienproduktion markierten. Preiswerte Möbel, verbunden mit einem ästhetischen Design, gehörten bis zum Zweiten Weltkrieg zu den Grundpfeilern der Firmenpolitik. Heute dominieren hochwertige, maßgeschneiderte Innenausstattungen, ein Bereich, den die Firma auch schon in ihren frühen Jahren bediente.
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