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Zwei Stielkasserollen und ein Deckel aus der welfischen Hofküche. Wohl um 1771–1837. Friedrich Ludwig Paulmann 1806 ? – 1872 ? Ernst August I., König von Hannover 1771 London – 1851 Hannover Kupfer, jeweils mehrteilig getrieben, hartgelötet (Messing), innen verzinnt. Eisengriffe, geschmiedet und genietet. Jeweils mit dem Monogramm "E. P." (Ernst Prinz) für Ernst August I. von Hannover (1771–1851) als Prinz, darüber jeweils das bekrönte, kursive Monogramm "EAR". Die größere Stielkasserolle mit der Inv.-Nr. "N 13" und "N", die kleinere Stielkasserolle mit der Inv.-Nr. "N 25", der Deckel mit der Inv-Nr. "N 1" und der geprägten Marke des Hof-Kupferschmieds Friedrich Ludwig Paulmann "F.L. Paulmann Hannover". Altersbedingte Gebrauchsspuren. Oberflächen teils fachmännisch poliert, große Kasserolle mit einem Zaponlack versehen (reversibel). Eisenstil des Deckels mit Rost. Grünspan im Inneren des Deckels sowie Klebereste. Außenwandung der kleinen Kasserolle mit Bereibungen. Maße: Große Kasserolle: D. 24,5 cm, H. 12,5 cm, Gew. 2,3 kg, kleine Kasserolle: D. 19 cm, H. 10 cm, Gew. 1,3 kg, Deckel: D. 36 cm, Gew. 2,6 kg. Friedrich Ludwig Paulmann 1806 ? – 1872 ? Sohn des Kupferschmiedeamtsmeisters Johann Julius Eberhard Paulmann und dessen Frau Sophie Charlotte Andrae. Ausbildung zum Kupferschmied, später Meistertitel und selbständiger Kupferwaren-Fabrikant in Hannover. 1835 vom Gewerbeverein für das Königreich Hannover als Sachverständiger für Gewerbeausstellungen berufen. 1837 Aufnahme in die Johannis-Freimaurerloge "Zum schwarzen Bär" in Hannover. Tätigkeit als Hof-Kupferschmied des hannoverschen Königshauses. Herstellung handgefertigter Kupferwaren für die Welfen, darunter Küchenausstattungen für Schlossanlagen in Hannover, Braunschweig und Celle. Vater des Kupferschmieds und Unternehmers Julius Louis Paulmann. Ernst August I., König von Hannover 1771 London – 1851 Hannover Sohn des britischen Königs Georg III. und der Königin Sophie Charlotte. Ab 1786 Studium in Göttingen unter Aufsicht Georg Christoph Lichtenbergs. 1791 Eintritt in die hannoversche Armee und Teilnahme am Ersten Koalitionskrieg. 1794 Verlust des linken Auges in der Schlacht von Tourcoing. 1799 Erhebung zum Duke of Cumberland and Teviotdale, 1801 Ernennung zum Feldmarschall. Politisch konservativer Gegner liberaler Reformen in Großbritannien.1837 nach dem Tod Wilhelms IV. König von Hannover und Ende der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover. 1848 Zustimmung zu liberalen Reformen und neuer Verfassung. Zahlreiche Reisen und öffentliche Audienzen stärkten seine Popularität in der Landbevölkerung.
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