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Mokkaservice "Rote Rose" für sechs Personen. Meissen. Um 1745. Ausformungszeitraum 1974-1978. Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben und Gold staffiert. Aus dem Service "Neuer Ausschnitt". 23–teilig, bestehend aus 6 Tassen, 6 Untertassen, 7 kleinen Tellern, Milchkännchen, großes Milchkännchen (Serviceform "Schwanenhenkel"), Zuckerdose und Mokkakanne. Unterseitig die vierfach geschliffene Schwertermarke in Unterglasurblau, das große Milchkännchen zweifach geschliffen,) überwiegend die geprägte Modell- und Dreher-Nr. sowie teilweise mit Jahreszeichen. Deckel der Zuckerdose mit kleinem Chip. Goldränder teils minimal berieben, vereinzelte Glasurunregelmäßigkeiten. Maße: Tassen H. 5,5 cm, Untertasse D. 11 cm, kleine Teller D. 13,8 cm, Milchkännchen H. 7,5 cm, Zuckerdose H. 8 cm, Krug H. 17 cm, Kanne H. 16,5 cm. Johann Joachim Kaendler 1706 Fischbach/Dresden – 1775 Meißen Kändlers Laufbahn begann 1723 als Lehrling des Dresdner Hofbildhauers Benjamin Thomae. Durch seine Arbeiten für das Grüne Gewölbe wurde August der Starke auf ihn aufmerksam, der ihn 1731 zum Hofbildhauer ernannte und an die Meissener Manufaktur berief. Dort verhalf Kaendler als Modellmeister der zuvor wenig erfolgreichen Porzellanplastik zu Weltruhm. Bekannt wurde er mit seinen Tierdarstellungen, welche durch ihre lebensechte und detailgenaue Wiedergabe überzeugten, sowie mit dekorativen Kleinplastiken, die sich in ihrer verspielten Art dem Rokoko zuwandten. Zu seinen größten Erfolgen gehört das Design des sog. Schwanenservices für den sächsischen Kabinettsminister Heinrich Graf von Brühl. Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Nach der Erfindung des europäischen Hartporzellans durch Johann Friedrich Böttger 1710 von August dem Starken als erste Porzellanmanufaktur in der westlichen Welt gegründet. Bis 1863 befand sich die gesamte Produktion auf der Meißener Albrechtsburg, um dann in das neu angelegte Fabrikgebäude im Triebischtal umzuziehen. Ihre große Blüte erlebte die Manufaktur in den Jahren um 1720 bis 1750, verbunden mit den Namen Johann Gregorius Höroldt (Malerei) und Johann Joachim Kaendler (Plastik).
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