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live 7. November | 10:00 AM
Schmidt Kunstauktionen Dresden

690 - Seltenes Muster-Türkenkoppchen mit chinesischer Pseudo-Marke. Meissen. 1783–1812.

Startpreis

500 €

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Schätzungen

600 - 700 €

Verkaufsgebühren

28,5 %

Seltenes Muster-Türkenkoppchen mit chinesischer Pseudo-Marke. Meissen. 1783–1812. Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Porzellan, glasiert, in Unterglasurblau staffiert. Die Wandung dekoriert mit Blüten zwischen kleinen lanzettförmigen Blättern an dünnen Stängeln. Im Boden im Doppelkreis eine chinesische Blume. Unterseits mit der chinesischen Sechsfelder-Pseudomarke mit der Ziffer "XI" im Doppelring in Unterglasurblau sowie einem Dreherzeichen "Z" (schwach lesbar). An der Innenwandung in Aufglasurschwarz mit der Bestell-Nr. "G. No: 82". Zum Dekor vgl.: Günther Sterba, Meissener Blaumalerei aus drei Jahrhunderten, Leipzig 1989. S. 224, KatNr. 167 und 168. Zur Sechsfelder-Pseudomarke vgl.: Günther Sterba, Meissener Blaumalerei aus drei Jahrhunderten, Leipzig 1989. S. 224, KatNr. 162. "Obwohl der Absatz des Meißner Porzellans nach der Türkei zeitweilig stagnierte oder ganz unterbunden war, nimmt er auch während der Direktion Marcolinis insgesamt beachtlichen Umfang an. Für die Jahre 1782–84, 1794—95, 1802 und 1812 sind Bestellungen auf Zehntausende Stück Koppchen, Flaschen und Tintenfässer in den makedonisch-türkischen Handelsraum nachweisbar. [...]. Die häufig wiederkehrenden, stückzahlmäßig großen Bestellungen auf ein verhältnismäßig enges Warensortiment führten zu einer Art Standardisierung der Artikel. Ab 1783 beziehen sich alle türkischen Bestellungen auf Musterstücke, die einen Kennbuchstaben und Kennziffern mit schwarzer Muffelfarbe auf dem Boden eingebrannt hatten. In der Dresdener Porzellansammlung hat sich eine beachtliche Zahl solcher Musterstücke erhalten, auch in anderen Sammlungen kommen sie vereinzelt vor." (zitiert nach: Johannes Just: Marken und Markierungen auf Meissner Porzellan ab 1775. In: Keramos 51–1971. S. 22ff)."Obwohl der Absatz des Meißner Porzellans nach der Türkei zeitweilig stagnierte oder ganz unterbunden war, nimmt er auch während der Direktion Marcolinis insgesamt beachtlichen Umfang an. Für die Jahre 1782–84, 1794—95, 1802 und 1812 sind Bestellungen auf Zehntausende Stück Koppchen, Flaschen und Tintenfässer in den makedonisch-türkischen Handelsraum nachweisbar. [...]. Die häufig wiederkehrenden, stückzahlmäßig großen Bestellungen auf ein verhältnismäßig enges Warensortiment führten zu einer Art Standardisierung der Artikel. Ab 1783 beziehen sich alle türkischen Bestellungen auf Musterstücke, die einen Kennbuchstaben und Kennziffern mit schwarzer Muffelfarbe auf dem Boden eingebrannt hatten. In der Dresdener Porzellansammlung hat sich eine beachtliche Zahl solcher Musterstücke erhalten, auch in anderen Sammlungen kommen sie vereinzelt vor." (zitiert nach: Johannes Just: Marken und Markierungen auf Meissner Porzellan ab 1775. In: Keramos 51–1971. S. 22ff). Wir danken Herrn Dr. Sebastian Bank, Dresden, für freundliche Hinweise. Maße: D. 5 cm, H. 3,1 cm. Minimaler flacher Chip (1 mm) am Standring. Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 Meißen Nach der Erfindung des europäischen Hartporzellans durch Johann Friedrich Böttger 1710 von August dem Starken als erste Porzellanmanufaktur in der westlichen Welt gegründet. Bis 1863 befand sich die gesamte Produktion auf der Meißener Albrechtsburg, um dann in das neu angelegte Fabrikgebäude im Triebischtal umzuziehen. Ihre große Blüte erlebte die Manufaktur in den Jahren um 1720 bis 1750, verbunden mit den Namen Johann Gregorius Höroldt (Malerei) und Johann Joachim Kaendler (Plastik).

Auktion

86th Fine Art Auction
Samstag, 7. November
10:00 AM
Bautzner Str. 99
01099 Dresden, Deutschland

Auktionshaus

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