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Reinhold Langner, Bildnis Jan Krüger. 1937. Reinhold Langner 1905 Weinböhla – 1957 Dresden Rudolf Oskar Krüger 1903 Dresden – 1961 Köln Zementguss, gefirnist. Unsigniert. Auf einem braun gefassten, ovalen Holzsockel montiert. Provenienz: Nachlass Rudolf Krüger. Geschenk Reinhold Langners an Rudolf Krüger zur Geburt dessen Sohnes Jan. An Stirn und Nase minimal bestoßen und berieben. Atelierspurig. Minimale Trockenrisse aus dem Werkprozess. Sockel zweifach geleimt. Maße: H. 18 cm, H. mit Sockel 23,5 cm. Reinhold Langner 1905 Weinböhla – 1957 Dresden Zunächst Lehre als Maurer in der Absicht, Architekt zu werden. Anschließend Holzbildhauerlehre. 1925–33 Studium und Assistenz an der Kunstgewerbeakademie bei Professor Arthur Winde. 1929 Reisen nach Finnland, Schweden sowie 1930 nach Italien, Spanien, Nordafrika und Südfrankreich. 1933 erfolgte der Verweis von der Hochschule aus politischen Gründen. 1943–45 Lehrer für Holzarbeiten in der Abteilung Kunsterziehung der Dresdner Kunsthochschule. 1947/48 Professor für Bildhauerei ebenda. Ab 1951 Leiter des staatlichen Volkskunstmuseums Dresden und verantwortlich für Wiederaufbau und Neueinrichtung der Sammlung. Rudolf Oskar Krüger 1903 Dresden – 1961 Köln 1918–22 Lehre als Schriftsetzer. 1922–24 Tätigkeit als Entwurfssetzer. 1928 Meisterschule für das grafische Gewerbe. 1924–34 Tätigkeiten in führenden Verlagsanstalten u.a. als Gebrauchsgrafiker, Journalist und Werbeberater in Dresden. 1930 Reise durch Europa und Nordafrika mit Reinhold Langner, gemeinsame Reisereportagen für die Dresdner Volkszeitung, Organ der Dresdner Sozialdemokratie, (Texte von Rudolf Krüger, Zeichnungen von Reinhold Langner). Ab November 1930 Akzidenzsetzer im Großbetrieb für Buchdruck B.G. Teubner, Dresden. Politische Betätigung für die SPD und Sozialistische Arbeiter-Jugend. 1934 Verurteilung wegen politischer, antinazistischer Delikte (Unterstützung verbotener linker Parteien, Verbreitung verbotener Schriften). Aufenthalt im Zuchthaus in Zwickau gefolgt von mehrjährigem Berufsverbot. 1936 Übersiedlung nach Köln. 1944–45 abermalige Haft im Konzentrationslager Flossenbürg. 1947 Wiederaufnahme seines Wirkungsbereichs in Köln als Freier Berater und Gestalter in der industriellen Werbung. Krügers Lebensgeschichte wurde in Cornelia Lotters "Unterm Rauch. Ein historischer Roman. Band 2", München, 2023, publiziert.
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