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Otto Dix "Tochter des Jairus" / "Heilung vieler Kranken" / "Verklärung Jesu". Um 1960. Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel Drei Lithografien auf festem, glattem Offsetpapier. Unsigniert. Verso mit Textauszügen sowie bei a) mit einer weiteren Lithografie. Jeweils auf Untersatzkarton montiert. Aus der Folge "Das Evangelium nach Matthäus". Jeweils eines 2.000 Exemplaren der Buchauflage. WVZ Karsch 245 b (von b), 251 und 252. Unscheinbar knickspurig und lichtrandig. Zwei Arbeiten verso mit Montierungsresten. Maße: St. je 28,5 x 22 cm, Bl. je ca. 30,5 x 23,9 cm. Zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5 %. Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Hohentwiel 1910–14 Besuch der Kgl. Kunstgewerbeschule in Dresden. 1914–18 Militärdienst als Kriegsfreiwilliger. 1919 Rückkehr nach Dresden und Besuch der Akademie, wo er Meisterschüler von Otto Gussmann war. Atelier am Antonplatz, Gründungsmitglied der "Dresdner Sezession Gruppe 1919". 1922 Übersiedlung nach Düsseldorf, dort Meisterschüler bei Heinrich Nauen und Wilhelm Herberholz. 1925–27 Wohnsitz in Berlin mit einem Atelier am Kurfürstendamm. 1926 Berufung an die Dresdner Kunstakademie, dort seit 1927 als Nachfolger von Oskar Kokoschka Professor für Malerei. Hauptvertreter der Malerei der "Neuen Sachlichkeit". 1933 des Amtes enthoben und als "entartet" diffamiert, seit 1934 Ausstellungsverbot, 1937/38 stehen acht seiner Hauptwerke im Zentrum der Wanderausstellung "Entartete Kunst", ca. 260 seiner Werke werden aus deutschen Museen entfernt. Seit 1933 "Innere Emigration" in Südwestdeutschland, anfangs auf Schloss Randegg im Hegau, seit 1936 in Hemmenhofen am Bodensee. 1947–66 jährliche Arbeitsaufenthalte in Dresden, wo er seine Lithografien drucken lässt. Zahlreiche Ehrungen und Preise in beiden deutschen Ländern. Dix wird zum deutsch-deutschen Künstler, der zwischen die Fronten der westlichen, abstrakten Nachkriegsmoderne und des durch die DDR propagierten sozialistischen Realismus gerät.
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