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Max Liebermann "Siegfried Ochs". 1921. Max Liebermann 1847 Berlin – 1935 ebenda Siegfried Ochs 1858 Frankfurt / Main – 1929 Berlin Kaltnadelradierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. In Blei signiert "MLiebermann" u.re. Verso mit Annotationen in Blei von fremder Hand u.li und u.re. WVZ Schiefler 335 IV b (von IV c). Leicht griff- und knickspurig sowie leicht stockfleckig. Maße: Pl. 30,8 x 22,3 cm, Bl. 37 x 27,4 cm. Max Liebermann 1847 Berlin – 1935 ebenda Als Sohn des wohlhabenden jüdischen Industriellen Louis Liebermann in Berlin geboren. Neben Studium der Chemie 1866–68 Schüler von Carl Steffeck in Berlin. 1868–72 Studium an der Kunstschule Weimar bei Paul Thumann und Ferdinand Pauwels, geprägt durch Theodor Hagen. Noch galt Liebermanns Kunst in Deutschland als "Schmutzmalerei". Seit 1873 dauerhafter Aufenthalt in Paris (Atelier in Montmartre), zwischenzeitlich in Holland. Bedeutend beeinflusst durch die Schule von Barbizon. Ab 1878 Italienreise sowie in München (Leibl-Kreis) und ab 1884 in Berlin tätig. 1897 Berufung zum Professor. Präsident der Berliner Sezession. Zunächst Mitglied und von 1920 bis 1932 Präsident der Preußischen Akademie der Künste. Er gilt als der bedeutendste Vertreter des deutschen Impressionismus. Siegfried Ochs 1858 Frankfurt / Main – 1929 Berlin Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, studierte zunächst Chemie in Darmstadt und Heidelberg. Nebenbei Korrepetitor, Chorsänger, Geiger und Paukist am Theater in Heidelberg. 1877 Umzug nach Berlin, ab 1878 Studium an der Königlich Akademischen Hochschule für ausübende Tonkunst. 1882 Gründung des "Philharmonischen Chors Berlin", dieser in Saison 1886/87 ca. 185 aktive Mitglieder. Ochs erhielt große Anerkennung für seine Arbeit mit diesem. 1887 Beginn der Kooperation mit dem Philharmonischen Orchester, 1889 Erhalt des Professorentitels. 1900 Gründung der "Neuen Bachgesellschaft" zusammen mit Joseph Joachim. 1920 drohte Auflösung des Chors wegen finanzieller Schwierigkeiten, daher Überführung in den "Chor der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik". Bis 1928 Mitglied des künstlerischen Beirats des Arbeiter-Sängerbundes. Verbot seiner Werke während der NS-Zeit, mehrere Mitglieder seiner Familie starben in Konzentrationslagern.
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