Auktionskalender
1 / 1

Um Ihren Kaufauftrag zu ändern,
wenden Sie sich an das Auktionshaus.

live 7. November | 10:00 AM
Schmidt Kunstauktionen Dresden

328 - Käthe Kollwitz "Helft Russland". 1921.

Startpreis

5.000 €

The reserve price is the minimum price accepted by the seller. Bidders cannot see this price. To win an item, you must place the highest bid and meet or exceed the reserve price.

Die Anmeldungen für diese Auktion sind geschlossen. Sie können kein Gebot abgeben.

Die umgerechneten Beträge dienen nur zu Informationszwecken. Verbindlich ist ausschließlich die vom Auktionshaus für den Verkauf festgelegte Währung. Sie können eine andere Währung auswählen, indem Sie in Ihrem Profil die Seite „Einstellungen“ aufrufen.

Gebühren einschließlich der Gebühren des Auktionshauses und der Plattform. Weitere Informationen finden Sie in den Allgemeinen Verkaufsbedingungen des Auktionshauses.

Schätzungen

6.000 - 8.000 €

Verkaufsgebühren

28,5 %

Käthe Kollwitz "Helft Russland". 1921. Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg Buch- und Kunst-Antiquariat F. W. Haschke 1910 Leipzig – letzte Erw. 1945 Johannes Leipner 1902 Leipzig – 1989 ebenda Lithografie auf glattem, dünnen, braunen Affichenpapier. Plakatauflage. U.re. im Stein signiert "Kollwitz", über der Darstellung betitelt, am u. Darstellungsrand bezeichnet "Komite Arbeiterhilfe: Berlin Rosenthalerstr. 38". U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". Am u.li. Blattrand von fremder Hand in Blei bezeichnet "VII. 26. einziges Ex." sowie am li. seitlichen Rand um 90° gedreht in Blei nummeriert "144.". An den o. Blattecken auf Untersatzpapier montiert. WVZ Klipstein 154 I, Zustand nicht verzeichnet; WVZ Knesebeck 170 A II (von B), einer von 12 bisher bekannten Drucken dieses Zustands, acht davon werden in öffentlichen Institutionen bewahrt. Provenienz: Nachlass Sammlung Johannes Leipner, Leipzig; Buch- und Kunst-Antiquariat F. W. Haschke, Leipzig, 1934. In einem Brief Käthe Kollwitz'' an ihren Sohn Hans vom 23. August 1921 schrieb die Künstlerin: "Ich bin nun doch in der kommunistischen Russenhilfe gefangen. Wenn ich nur wirklich etwas helfen könnte, vielleicht mit einem Plakat. Ich würd es so gern tun. Am 3. und 4. September setzt die internationale Hilfsaktion über ganz Europa ein.". Am 12. September notierte sie in ihrem Tagebuch zu dem Plakat: "Arbeite mit den Kommunisten mit gegen den fürchterlichen Hunger in Rußland. Bin dadurch wieder ins Politische hineingezogen ganz gegen meinen Willen. Hab ein Plakat gemacht, einen zusammenbrechenden Mann, dem sich helfende Hände entgegenstrecken. Es ist gut – Gott sei Dank." (zitiert nach: Alexandra von dem Knesebeck: Käthe Kollwitz – Werkverzeichnis der Graphik – Neubearb. des Verz. von August Klipstein, publiziert 1955. Bern 2002. S. 504). Die o. Blattecken montierungsbedingt leicht knitterspurig, am o.re. Blattrand vereinzelte Knickspuren. Am u.li. Blattrand mit einem fachgerecht geschlossenen, horizontalen Einriss (ca. 11 cm). Die Blattkanten sehr vereinzelt mit ganz minimalen Einrissen, teilweise fachgerecht geschlossen, einer hinterlegt. An der Blattkante u.Mi. mit wenigen bräunlichen Flecken. Maße: St. 66,7 x 47,7 cm, Bl. 72,1 x 47,2 cm. Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg 1885 Studium an einer privaten Schule für Künstlerinnen in Berlin u.a. bei Arno Holz und Gerhart Hauptmann, als "Malweib" durfte sie nicht an einer staatlichen Kunstschule studieren. 1886 Rückkehr nach Königsberg. 1888–89 Wiederaufnahme des Studiums in München mit Unterricht bei Ludwig Herterich. 1891 Übersiedlung nach Berlin und Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1898, die ihr zum künstlerischen Durchbruch verhalf. 1907 Verleihung des Villa-Romana-Preises mit anschließendem kurzen Aufenthalt in Florenz. Ab 1910 schuf Kollwitz neben ihrem von grafischen Arbeiten geprägten Œuvre auch bildhauerische Werke. Ihre Arbeiten waren u.a. geprägt vom Verlust ihres Sohnes sowie von der Auseinandersetzung und ihr Engagement in und mit politischen und sozialen Organisationen. Sie war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und der Berliner Secession, 1919 erfolgte die Berufung zur Professorin an die Akademie der Künste Berlin. Zahlreiche Ausstellungen zu Ehren von Kollwitz, u.a. in New York und Moskau. 1933 Ausscheiden aus der Akademie, der Verkauf ihrer Arbeiten wurde verboten. Werke Kollwitz" wurden durch die Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft und aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. 1942 Flucht nach Nordhausen, 1944 Flucht nach Moritzburg. Buch- und Kunst-Antiquariat F. W. Haschke 1910 Leipzig – letzte Erw. 1945 Gründung durch Fritz W. Haschke. 1918–27 Teilhaberschaft Ernst Schulz-Besser. Bedeutender Händler für Grafik und Buchkunst der Moderne, z.B. Lovis Corinth, Oskar Kokoschka, Max Liebermann und Käthe Kollwitz, später auch für Antiquitäten. Belieferte u.a. das Museum der Bildenden Künste Leipzig mit druckgrafischen Werken. Bekannte Leipziger Firmenadressen: Wettinerstraße 7 (um 1918), Tröndlinring 3 (1926), Löhrstraße 2b (1930/31). Johannes Leipner 1902 Leipzig – 1989 ebenda Sohn eines Tischlermeisters. Möbelzeichner und -entwerfer. Kunstsammler. Bekanntschaft bzw. freundschaftliche Verbindungen zu zahlreichen Künstlern seiner Zeit. Mitglied des Heyne-Kreises, unter der Leitung der Kunsthistorikerin Hildegard Heyne. Eng verbunden mit dem Museum der bildenden Künste, Leipzig.

Auktion

86th Fine Art Auction
Samstag, 7. November
10:00 AM
Bautzner Str. 99
01099 Dresden, Deutschland

Auktionshaus

Schmidt Kunstauktionen Dresden +49 3 51 81 19 8787 mail@schmidt-auktionen.de
Auf Drouot seit 5 Jahre avec Mehr als 6,000 Lose veröffentlicht

Lieferung ist optional. Sie können sich für das Lieferunternehmen Ihrer Wahl entscheiden. Der angezeigte Preis beinhaltet weder Zuschlag noch Aufgeld.

Lieferoptionen

Melden Sie sich an oder erstellen Sie ein Konto, um mehr über Ihre Lieferoptionen für diese Auktion zu erfahren!